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Unbenanntes Dokument
die seite drei in mixage...

hat mehr treue Fans, als mancher deutsche Fußballverein. Hier steht unverblümt die Meinung einer bissigen Redaktion, angeführt von Manfred Segerer - dem König der Löwen


Ein Fotograf, der laut denkt ...
Manfred Segerer schreibt in mixage 81 (Pics unter www.segerer.info)

Der Markt hat sich in den vergangenen Jahren unübersehbar gewandelt. Leider in eine Richtung, die vielen Berufsfotografen wenig Grund zur Freude lässt.
Und das nicht nur, weil der Ostblock mit unterirdischen Honoraren alle bislang geltenden Preise unterbietet, sondern auch wegen einem neuen Qualitätsniveau, das mit Professionalität nicht viel am Hut hat.

Qualität
Im Verlags- und Fotobereich hatte ich lange Jahre die größten und wichtigsten Konzerne des Landes in meiner Kundschaft. Heute sind die Global-Player nicht mehr bereit, ein paar tausend Euro Tagesgage zu bezahlen.
Deutlich wird dies vor allem in der Modebranche: Da drängen (in Anführungszeichen) „Fotografen“ aus Tschechien, Polen, Bulgarien und Rumänien auf den Markt, die für rund 250 Euro am Tag arbeiten.
Jene Hobbyfotografen sind grundsätzlich nicht mal ansatzweise eine Konkurrenz, denn sowohl beim Equipment, das sie verwenden, als auch beim Material, das sie abliefern, muss kein Profi ins Schwitzen geraten.
Die Auftraggeber scheinen nun aber eine neue Philosophie zu vertreten - denn man hat sich hierzulande schnell an die teils miserable Qualität gewöhnt.

Hauptsache billig
Getreu dem Motto „Egal wie gut die Fotos sind – Hauptsache billig“, löschen diese Amateure einen kompletten Berufszweig aus. In diesem Geschäft ist seit Urzeiten geistige Akrobatik und strategische Kompetenz gefordert.
Wenn ich mit einem professionellen Team ein aufwendiges Shooting durchführe, dann bedarf das neben der Auswahl von geeigneten Locations und Models auch einer akribischen Vorbereitung.
Aktuell sehen meine gekränkten Augen Bikinibilder, die vermutlich im Schwimmbad nebenan geschossen wurden, weil der Flug für eine mehrköpfige Crew den Kostenrahmen des Auftraggebers sprengt. Und weil das noch nicht genug ist, entfremdet man als Model eine Auszubildende, weil die eben nichts kostet.
Wo soll das noch hinführen? Es herrscht ein knallharter und vor allem gnadenloser Verteilungskampf. Da muss man sich seine Position suchen. Und wenn man das nicht schafft, verliert man in Windeseile den Anschluss.

Made in Germany
Neun von zehn Fotoaufträgen erledige ich mittlerweile im Ausland. Ich genieße zwar noch immer eine hohe Reputation in Deutschland, weil ich meine Aufträge zuverlässig und präzise erledige, aber so richtig lustig ist das heute nicht mehr.
Früher hatten die Kunden entschieden, ob man gut ist, oder nicht. Heute scheint bei den Agenturen (die immer noch auf vollen Geldsäcken sitzen) niemanden zu interessieren, ob das gedruckte Bild auch eine Message vermittelt.
Vermutlich hat es mit der Übersättigung zu tun, die unsere Augen täglich verarbeiten müssen. Ich vermute, manche Entscheidungsträger sind inzwischen sogar blind, denn trotz hervorragender Technik am Markt, sinken die qualitativen Ansprüche bodenlos.
Dieser Faktor bringt mich zum Nachdenken: Wenn 90% der Auftraggeber lieblose Bilder von 0815-Knipsern schießen lassen, dann entsteht doch für die verbleibenden 10 Prozent die Chance, sich von diesem Sammelsurium abzuheben – und einen deutschen Profi (deutsche Wertarbeit!) zu verpflichten.
Sicher ist die Differenz von 250 Euro zu 2.500 Euro groß, aber bedenken sie bitte auch, dass ein Profi jedes Jahr viele tausend Euro in neues Kamera-Equipment investieren muss. Bei den 250 Euro-Fotografen ist es letztendlich nicht wirklich von Bedeutung, mit welcher Kamera sie fotografieren, denn selbst ein gutes Equipment würde diesen Kandidaten nicht wirklich weiterhelfen. Und wenn die Kunden damit wirklich so zufrieden sind, dann ist es auch nicht verwunderlich, wenn Deutschland langsam aber sicher von allen Ländern abgehängt wird.

Reisekataloge
Schauen Sie sich doch nur mal diverse Reisekataloge an. Diese schrecklichen Fotos stammen zum Teil sogar von den Hoteliers selbst – und genau so sehen diese Bilder auch aus. Unternehmen die daraus einen klaren Vorteil ziehen und heute noch Profifotografen verpflichten, sind zwar selten, werden aber langfristig sicher mit Aufträgen Ihrer Reisekunden belohnt.
Gute Bilder sind auch eine Visitenkarte. Sie repräsentieren ein Unternehmen und transportieren das Image einer Firma. Holen Sie sich nur mal ZUM SPASS AN DER FREUDE fünf Reisekataloge von verschiedenen Veranstaltern – und ich gehe nahezu jede Wette ein, dass sie bemerken, wie unterschiedlich die Bilder in den Urlaubsprospekten wirken.
Der Reiseveranstalter 1-2-Fly aus Hannover hat seine Hausaufgaben ordentlich gemacht. Deren Kataloge werden kontinuierlich hochwertiger. Das Bildmaterial ist im direkten Vergleich erstklassig – und auch das Layout ist übersichtlich und ansprechend. Die 1-2-Fly Solino-Clubs (mit Kinderanimation) werden doppelseitig mit hochwertigen Panoramabildern versehen; hier ist lediglich ein Hotel pro Doppelseite abgebildet. Das ist „Klasse statt Masse“!
Bei vielen Reiseveranstaltern geht die Entwicklung leider unübersehbar in die Gegenrichtung. Vielleicht glaubt man dort ernsthaft, dass man mit schlechten Bildern und zusammengepferchter Grafik mehr Gäste in die Urlaubsregionen lockt. Ich bezweifle stark, dass die Kunden auf Dauer diese schlechte Qualität ignorieren.
Auf einer Doppelseite werden in manchen Urlaubskatalogen bis zu acht Hotels abgelichtet. Es gibt auf diesen Bildern nicht wirklich viel zu sehen, wenn sie in Briefmarkengröße abgedruckt werden. Natürlich möchte ich nicht bestreiten, dass es auch noch ein paar gute Reisekataloge gibt, nur leider sind mir diese bislang nicht ins Auge gestochen.
Ein paar der schönen Fotos für Urlaubskataloge von 1-2-Fly haben wir auch ins Netz gestellt unter www.katalogfotos.de.vu - hier kann man sich mal einen kleinen Überblick verschaffen, dass es auch anders geht (NICHT NUR BILLIG)!

Webdesign
Auch in diesem Bereich gibt es genügend Gründe, die für schlechte Laune sorgen. Jeder kennt irgendjemanden, der wiederum jemanden kennt ... und so kommen dann diese schlimmen Webauftritte zustande. Ein professioneller Auftritt im Netz beginnt bei 5.000 Euro ... und nach oben hin sind kaum Grenzen gesetzt. Was wirklich professionell ist, zeigen wir unseren Kunden zwar gerne, aber die möchten im Regelfall zum Preis von 200 Euro eine flashanimierte Website haben. Dass man so eine aufwendige Homepage nicht für ein paar Euro realisieren kann, wollen sie in Wahrheit gar nicht hören.
Als Beispiel: An unserem neuen Webauftritt www.mixage.info haben insgesamt sechs Leute über einen Zeitraum von mehreren Wochen gearbeitet (die CRÈME DE LA CRÈME des deutschen Webdesigns). Wir würden bei so einer Gestaltung nie mit einer HANS DAMPF-Agentur zusammenarbeiten, die irgendwo in einem Wohnblock-Büro mit gerippten Programmen eine Zufallsseite erstellt. Erfolg ist keine Zufallserscheinung – zumindest nicht in der heutigen Zeit!
Unser Flashintro stammt von Michael Schäfer (der Flash King-Kong aus Düsseldorf; er zählt zu den begehrtesten Webdesignern in Europa), die Textseiten stammen von Angeli Schimmack (sie ist die Webmasterin der Markus Kavka-Homepage und gleichzeitig die Giga-Frau bei NBC GIGA), die Fotogalerien wurden erstellt von Andreas Wirth, die Formularseiten von Stefan Sheppard, die Soundloops vom Musikproduzenten Markus Guentner, und die Fotos in den Galerien sind allesamt von mir. Bereits im laufenden Jahr rechnen wir mit einer halben Million Besuchern auf der Website. In 2007 streben wir 750.000 Visits an. Solche Hochrechnungen sind relativ zuverlässig – und wenn man auf diesen Webseiten immer schön brav Aktualisierungen vornimmt, ist auch der Erfolg nahezu garantiert.
Dass so ein Auftritt nicht billig ist, sollte eigentlich klar sein. Letztendlich ist diese Page eine Werbung für uns – und bevor man irgendeine Schrottpage online stellt, sollte man es lieber gleich bleiben lassen. Viele deutsche Firmen wollen zwar gerne mitschwimmen, aber so richtig von der Masse abheben, das ist nicht deren Ziel – denn das kostet ja unter Umständen viel Geld. Und wenn ich schon über Geld spreche, dann würde ich den deutschen Unternehmern an dieser Stelle gleich raten, auf der besagten Mixage-Page ordentlich Bannerwerbung zu buchen, denn hier erreicht man die komplette Lifestyle-Szene des Landes.

Neue Gesetze
Aufgrund der Richtlinie 2003/33/EG dürfen Zigaretten- und Tabakanzeigen seit 1.August 2005 nur noch in deutschen Inlandsauflagen von Magazinen veröffentlicht werden. Im Klartext bedeutet dies, dass wir nun gezwungen sind, eine nationale und eine internationale Ausgabe von MIXAGE zu drucken.
Ein weiterer Kostenfaktor in schwierigen Zeiten, der unser Leben sicher nicht erleichtert, zumal z.B. die Auslandsauflage in Spanien aufgrund der sprachlichen Barrieren ohnehin nur von deutschsprachigen Touristen gekauft wird. Pro Jahr summieren sich die Kosten für eine externe Auslandsauflage, die man keinesfalls nur durch die Heftverkäufe abfangen kann, ins unermessliche. Alternative wäre natürlich, wir verbieten künftig Tabakwerbung in diesem Medium. Leider ist es nicht leicht, dafür einen werten Ersatzpartner zu finden, der regelmäßig Anzeigenwerbung bucht (und auch bezahlt).
Ich bin überzeugt, dass bis Ende 2006 weitere Szeneblätter vom Markt verschwinden, da die Kosten immer weiter steigen – und die Erträge weiter einbrechen. In den vergangenen zehn Jahren kann ich mich nicht entsinnen, dass mal etwas vereinfacht wurde von Gesetzesseite. Es gibt immer weitere Vorschriften, denen man sich nicht entziehen kann. Einzige Möglichkeit: Koffer packen, abhauen – und nicht mehr wiederkommen.

Zukunft
Es ist auch nach 17 Jahren in diesem Business noch mein Bestreben, den Kundenstamm kontinuierlich auszubauen. Ich glaube nicht, dass sich die Modebranche in den kommenden fünf Jahren erholt – also muss man gezwungenermaßen die Augen offen halten.
Aktuell fotografiere ich für einen Chiphersteller, einen Nahrungsmittel- und einen Reisekonzern, einen großen Magazinverlag und für diverse mittelständische Unternehmen.
Der Vorteil des mobilen Fotografen liegt darin, dass er sich flexibel zeigt und überall zum Vorschein tritt, wo es gerade nötig ist. Gerne würde ich wieder für einen deutschen Automobilkonzern fotografieren, da dieser Bereich viel Kreativität erfordert und spannende Möglichkeiten bietet. Für mich ist es einfach wichtig, dass meine Auftraggeber auch erkennen, wie professionell meine Arbeitsabläufe funktionieren. Von meinen Auftraggebern erwarte ich neben einer fairen Bezahlung eine gewisse „kreative Freiheit“, denn 0815-Aufträge überlasse ich gerne den zahlreichen Kollegen aus dem Osten. Mein Credo lautet noch immer: „Knipsen kann jeder – fotografieren nicht!“

Text: Manfred Segerer (www.manfred-segerer.de)

Liebe Augentiere,
diese MIXAGE zeigt sich erstmals im streng puristischen Layout – mit noch mehr schönen Bildern und (noch) weniger Text, getreu dem Motto „reduce to the max!“
Früher waren nahezu alle Printmedien stilsicher s/w, dann wurde es in den 80ern mal farbig (in der Fachsprache 4c) – und heute ist die Medienwelt rund um den Globus „knallbunt“.
Mit zusätzlichen Neonfarben oder Golddrucken „flashen“ uns die Magazine, und versuchen jede noch mögliche Grenze zu überschreiten, um die Aufmerksamkeit neuer Leser zu wecken.
„Die Bilderbibel für hungrige Augentiere“ leitet entgegen dieser Entwicklung mit mehr Style, Leidenschaft und Kreativität eine Epoche ein, die nicht nur professionelle Fotografen begeistern wird, sondern auch jene Zeitgenossen, die sich „der schönen Dinge des Lebens“ erfreuen.
Alle Wege führen bekanntlich nach Rom. Wenn jeder Mensch zur selben Zeit auf der gleichen Straße dorthin fährt, wird es eng; man verliert den Blick für das Wesentliche - und exakt darauf kommt es an. Hoffentlich erkennt auch die Werbeindustrie diesen Quantensprung und bucht fleißig Werbung in MIXAGE; wenn ausreichend Kohle fließt, wird das Magazin künftig „noch fetter“!
Ich möchte an dieser Stelle den zahlreichen Fotografen und Freunden der Fotografie „Augenfutter“ bieten und versuche auf den nachfolgenden Seiten, nicht langwierig über Belichtungszeit, Blendeneinstellung oder technische Details zu schreiben.
MIXAGE bietet keinen Fotokurs für Hobbyfotografen, sondern zeigt „international photography & lifestyle“ (etwa 90% der Bilder im Heft habe ich geschossen); und am Rande gibt es in diesem Heft Infos über gutes Kamera-Equipment.
Es ist mein Ziel, die Leserschaft zu unterhalten (und nicht zu quälen)! In diesem Sinne hoffe ich, dass Euch das Heft gefällt.

Hi Folks ...
die Zeit vergeht wie im Flug - und schon wieder ist ein neues Jahr ins Land gezogen.
2004 war aus wirtschaftlicher Sicht nicht unbedingt „DAS BESTE“ für den Großteil der deutschen Bevölkerung. Trotz allem darf ich mich an dieser Stelle nicht beklagen, denn im Bereich der Fotografie kamen einige interessante Neukunden hinzu, wie der Nahrungsmittelkonzern Nestle, der Chipkartenhersteller Infineon und Europas größter Tourismus-Konzern, die TUI.
Im neuen Reisekatalog von 1-2-Fly sind Hotels im In- und Ausland für die ich Bilder geschossen habe. Das Resultat kann sich durchaus sehen lassen. Auch andere Reiseveranstalter sollten sich die Broschüre ruhig mal zur Brust nehmen und künftig vielleicht doch etwas mehr Geld ausgeben für eine Katalogproduktion. Viele Bilder in diversen Urlaubskatalogen für 2005 sind immer noch unterirdisch miserabel – das sollte sich ändern! Auch wenn meine Auftragsbücher für 2005 schon wieder mal randvoll sind, so bin ich jederzeit gerne bereit, einen professionellen Kollegen zu vermitteln – dies nur am Rande erwähnt.
Und zum Ende des Jahres kam dann noch ein Freund eines Freundes zu mir ... und in Windeseile durfte ich noch zwei Jahreskalender für 2005 schießen. Einer davon zeigt Audi und VW – einmal ganz anders umgesetzt; der zweite Kalender betrifft den angesagten iPod von Apple. Mehr dazu, im Innenteil dieser Ausgabe!
Meine Meinung zu 2004: Ich sehe immer mehr, dass sich die Sparsamkeit wie ein roter Faden durch alle Branchen zieht. Ich vertrete die Meinung, dass auf Dauer die verbleibenden Profis überleben werden – auch wenn sie eine hohe Summe für einen anspruchsvollen Auftrag nehmen.
Qualität hat ihren Preis – das war nie anders – und wird sich auch nicht ändern!
Manfred Segerer jun.
The Rebel Photographer
P.S. Wer gerne mit schnellen Autos durch die Gegend braust, kann nicht erwarten, dass der Wagen auch noch extrem sparsam ist. Darum merkt Euch: Die Überholspur ist für alle da – aber nur der frühe Vogel fängt den Wurm (und überlebt den Sturm)!

In MIXAGE findet seit Jahren all das statt, was morgen für kleine und größere Ereignisse sowie Umwälzungen sorgt. Wenn RTL nun eine 70er Jahre-Show startet, und Retro von der Stange kommt, wird es höchste Zeit für uns, "umzusteigen" - dass sind wir unseren Lesern schuldig!
Selbstbewusstsein ist die Saat, aus der dieses Magazin entspringt. Meinungsmultiplikatoren, die ihren eigenen Typ gefunden haben und nur eine Regel befolgen, nämlich die, keine zu haben!

Wir legen Wert auf Überraschendes, Kreativität, Eigenarten, Pragmatismus, Selbstverwirklichung, Neugierde und Freundschaft. Hier schreiben Realisten, die niemals ihre Träume aus den Augen verlieren, denn Träume sind zum Verwirklichen da. Die Dinge, die uns heute bewegen, sind solche, auf die wir morgen nicht verzichten wollen.Mehr denn je, sind wir Sprachrohr und Plattform einer Generation, die etwas in Bewegung setzt und sich selbst eine Öffentlichkeit schafft. MIXAGE ist ein Symbol des Umbruchs.
Wir begleiten die Entscheider von morgen — und bringen "Köpfe" ins Gespräch. Die "Heimat der Querdenker" war nie Massenkompatibel, genau wie jene Szene-Protagonisten, die fast immer das tun, was sie wollen, und sich dadurch "einfach wohl fühlen"!
Mehr denn je, werden wir uns auf die eigentlichen Gene zurücksinnen, und nicht mit nacktem Finger auf diejenigen zeigen, die erst heute das gut finden, welches wir schon vor Jahren gut fanden.
Individualisten, Initiatoren und Querdenkern verdanken wir unsere langjährige Anwesenheit. MIXAGE war niemals Mainstream, denn "nur ein toter Fisch schwimmt mit dem Strom".

In der "Best of"-Issue gibt es jede Menge Background zur History des ältesten Szene-Mediums aus deutschem Lande, und darüber hinaus meine persönlichen Ansichten zu diversen Themen, die zumindest unsere intellektuell beweglichen Leser interessieren.
Einige deutsche Mode-Blätter berichten derzeit in einer Endlosschleife über den Look der 80er Jahre, wobei wir als dienstältestes Magazin des Landes auch heute die Ansicht vertreten, dass der 80er Look weder schick noch schrill war — er war lediglich peinlich!
Sofern man die Situation international betrachtet und die deutschsprachigen Länder (Deutschland, Österreich, Schweiz und Norditalien) mal ausklammert, so ist der Stil von angesagten Jeansern wie Rampage (USA), Earl Jean (USA), Miss Maggie (Italien) oder Parasuco (Italien) eindeutig im Bereich der 70er Jahre angesiedelt.
Ein Beweis sind die Low-Waist Pants, die in den Modemetropolen Milano, Paris, Barcelona und New York seit Sommer 2001 ebenso von männlichen Szene-Protagonisten getragen werden.
Wegbereiter der sexy Linie sind übrigens Musiker und D.J.`s, die uns dank Viva und MTV bestätigen, dass die 70er Jahre als Maßstab zu betrachten sind.
Für das männliche Landvolk ist es natürlich undenkbar, eine "weibische" Hose zu tragen, aber die Low-Waist-Welle ist nicht mehr zu bremsen.
Auch kommerzielle Anbieter wie Pepe Jeans und G-Star bieten inzwischen die "niedrige Leibhöhe" an; es wird noch ein wenig dauern, bis die deutschen Jungs den ungewohnten Look akzeptieren.
Auf www.mixage-magazin.de gibt es wieder eine Menge cooler Bilder zu sehen. Neben den Fashion-Style-Galerien wurde nun erstmalig auf einer Mixage-Website eine Footwear-Gallery eingefügt.
Die Models unserer 70er Jahre-Shootings stammen zum Großteil aus Italien, denn die europäische Retro-Metropole heißt Pesaro (eine Kleinstadt in den Marken, in unmittelbarer Nähe zur Toskana). Auf dem atriumartigen Freigelände der neuen Messe in Rimini hatten wir ein paar exklusive Shootings mit Newcomern (u.a. mit dem aktuellen Bacardi-Model).
Eine weitere Galerie widmen wir den deutschen Mode-Messen in Berlin, München und Düsseldorf, die zweimal jährlich (im Februar und August) stattfinden. Neben der Bread & Butter in Berlin, der Ispovision in München, gilt die CPD in Düsseldorf als Tummelplatz für alle wichtigen und vor allem einflussreichen Menschen im deutschen Fashion-Business.

Der Retro-Style hält Einzug in die Gesellschaft
In einer Zeit, in der wir täglich gnadenlos mit überflüssigen Informationen bombardiert werden, in der die Konzentrationsspanne so kurz ist wie bei einem Insekt, wird das Thema Retro doch länger als erwartet anhalten.
Seit über einem Jahr ist "Retro 76" zum festen Bestandteil unserer MIXAGE geworden. Inzwischen fanden wir "abgekupferte Berichterstattung" über den Inhalt unserer Zeilen (Vintage-Boom und Retrokult) in einigen deutschen Modemagazinen, aber das war auch nicht anders zu erwarten, denn es ist leichter, verspätet mit dem Strom zu schwimmen, als frühzeitig dagegen anzukämpfen.
Vor einem Jahr hat man uns Protagonisten belächelt, denn der funkige Glam-Style und trashige Second-Hand-Look, bzw. der 70th Biker-Style wurden von vielen "Modejournalisten" nicht ernst genommen. Es ist die typisch deutsche Vollkasko-Mentalität, der wir seit Jahren täglich ausgeliefert sind, aber irgendwann gewöhnt man sich an den traurigen Alltag.
Nachdem wir uns auf den Messen in Florenz, Milano, Paris, Köln und München umgesehen haben, sind wir der festen Überzeugung, dass sich auch in Deutschland eine Retrokultur bildet, die Einzug in die Gesellschaft hält.
Es ist anzunehmen, dass Retro-Fashion in Deutschland nur in Kombination von "Alt und Neu", als Crossdressing funktioniert (eine Mischung aus Rückbesinnung und Future).
Secondhand-Läden mit gutem Sortiment dürfen sich auf satte Umsätze freuen. Fashion-Shops, die nicht rechtzeitig auf den fahrenden Zug aufspringen, werden gnadenlos überrollt und können sich verabschieden vom konsumfreudigen Markt, inklusive ihrer albernen Plateausohlen.
"Innovation" ist das, was einen Markt bewegt. Es fällt der festgefahrenen deutschen Modeindustrie immer noch sichtlich schwer umzudenken und die Augen zu öffnen. Es wäre langsam an der Zeit, im Sinne der Endverbraucher zu denken.

Es war einmal ein kleines Männlein mit Bart, das lebte im Wald (in der Nähe eines Hospitals) ... dort war es bitter, bitter kalt. Jeden Tag, wenn das Männlein hungrig war, ging es auf Jagd und erlegte ein Schaf mit Pfeil und Bogen. Im Anschluss zog das Männlein dem Vieh das weiche Fell ab und machte sich ein paar Döner-Kebab aus dem zarten Fleisch.
Vielleicht sollte ich hinzufügen, dass noch etwas Fladenbrot im Schrank lag und sich im Kühlschrank noch jede Menge frische Zaziki-Soße befand ... somit ist die Kebab-Geschichte auch glaubhaft für jeden von Euch, der nicht im Wald lebt und keine großen Zaziki-Vorräte im Kühlschrank hütet.
Ebenso ungewöhnlich wie die kleine Einleitung ist die tatsächliche Geschichte... der Werdegang des Fashion-Protagonisten Dieter Funk!
1992 mit seinen 25 Lenzen noch von vielen Brillenherstellern belächelt, hat er innerhalb weniger Jahre den Sprung in die Topliga der internationalen Sunglasses-Hersteller geschafft.
Er hat sich von Beginn an auf seinen Instinkt verlassen und einen innovativen Stil gefunden >>die eigene Handschrift<<, auch wenn er der Zeit oft voraus war.
Verschiedene Styles und Designs von Funk aus dem Jahre 1994 sind auch heute noch beliebt und begehrt, obgleich in der Welt der Mode ein Monat schon viele Veränderungen mit sich bringen kann (das können Farben sein, die sich verändern, die Art der Gläser, die Styles der Brillenfassung etc.).
Es gibt im Fashion-Bereich ein Modediktat, das Designer zu befolgen haben. Dieter Funk hat genau dieses nicht befolgt, denn er hat einige Jahre nur "gesammelt" - und zwar Eindrücke und Impressionen, die ihn täglich auf den Straßen der Welt begleitet haben.
Was er im Anschluss in seinem Münchner Office umgesetzt hat, waren Designs, die es in dieser Art noch nicht gab. Man könnte auch sagen: er hat die Brille neu erfunden. Die Fielmanns und Brillen-Designer sollten ihm jeden Tag danken, denn durch ihn haben sie einen Leader gefunden, der aufzeigt, wo`s langgeht!
Ich bin davon überzeugt, dass der Brillenmarkt in Deutschland ohne "Funk" immer noch ziemlich langweilig wäre, weil die gesamte Branche keinerlei Risiko tragen möchte, etwas Eigenständiges und ungewöhnliches zu entwerfen. Der einzige Grund, warum uns nicht lauter Oakley-Gesichter auf der Straße begegnen, ist ein Typ, der den Menschen nahelegt, dass es auch anders geht! "Dieter Funk for President"! Spaaaß.
Funk ist eines von wenigen Brillen-Labels, dass die Bezeichnung Brand (Marke) verdient hat. Fälschlicherweise sprechen die unzähligen Witzfiguren auf den Optiker-, Mode- und Sportmessen immer von ihren Brands, wobei sie für irgendein schrottiges Label arbeiten, das man ebenso wenig braucht, wie eine dritte Schulter, oder den lächerlichen Schlipsträger der stolz darauf ist, ein Fake-Label zu repräsentieren. Mehr "Funk-ies" gibt`s übrigens bei unseren Model-Shootings im Netz zu sehen unter www.mixage-magazin.de!

BACKSTAGE - meine eigene Reise!
Pünktlich zum Jahrgang 15 gab es im April 2003 die ultimative Background-Story des ältesten deutschsprachigen Szene-Mediums MIXAGE.
Der Gründer und Herausgeber Manfred Segerer, konnte sich in diesem Jubiläumsheft erstmalig zu diversen Themen äußern, die bislang auch den treuesten Fans verborgen blieben.
Im Alter von 20 Jahren war er Redakteur eines Automagazins, zwei Jahre später Radio-Moderator, im selben Jahr gründete er eine Produktionsfirma (für Hörfunk), einen Versand für D.J. Equipment und ein Platten-Label; mit 22 Lenzen war er "jüngster deutscher Chefredakteur" einer landesweiten Zeitschrift. Seit nunmehr fünfzehn Jahrgängen ist er der Herausgeber und Chefredakteur von MIXAGE, dem ältesten Szene-Blatt Deutschlands.
Inzwischen verbringt er einen Großteil seines Lebens im Ausland, verdient vorwiegend als Mode-Fotograf seine Kröten, und lichtet bekannte Models wie Naomi Campbell, Esther Canadas, Caprice Bourret, Diana Meszaros und andere Persönlichkeiten aus Musik und Film ab.

Hi Folks ...
es gibt an dieser Stelle kein Interview - stattdessen lieber ein paar Kurzgeschichten; es geht um "meine eigene Reise"!
Einleitung
Ich fasse mich kurz, oder versuche es zumindest: Da war einmal ein Junge, der hatte keinen Bock "auf Schule", aber er hatte viele Hobbys und Interessen. Im Gegensatz zur heutigen "orientierungslosen Gesellschaft" wusste er ziemlich genau, was er wollte. In seinem kleinen, kreativen Kopf befanden sich unzählige Ideen zur Verwirklichung. Da seine Eltern diese Wünsche aus finanziellen Gründen nicht erfüllen konnten, musste er für seine Träume bereits mit zwölf Jahren "selbst ackern" und eigenes Geld verdienen!
O.k. ... wechseln wir nun ganz unauffällig zur "ich"-Form:
Bei einer Möbelspedition arbeitete ich für einen Hungerlohn von einer Mark pro Stunde, weil ich mir mit 15 ein Mofa kaufen wollte; ich musste 650 Stunden "schwere Möbel schleppen und Schränke zerlegen", für ein altes, hellgrünes Hercules M5.
Drei Jahre später hatten sich die Verhältnisse im Wesentlichen nicht verändert, als ich mir das erste Auto (einen acht Jahre alten VW Polo) gekauft habe.
Einige meiner damaligen Mitschüler wurden bis Anfang 30 von ihren Eltern gesponsert — und ein paar davon waren selbst nach dem zweiten Anlauf zu blöd, um ihr Studium zu beenden. Ich konnte mit den "von Eltern geförderten Versagern" nie was anfangen.
Meine Eltern hatten zu jener Zeit ein Haus gebaut und deshalb nicht die Möglichkeit, mir glitzernde Goldbarren auf den Schreibtisch zu legen. Ich hatte natürlich Verständnis, aber trotz allem jede Menge Ideen und Ziele, für die man hart arbeiten muss, wenn kein Geldgeber vorhanden ist.
Der Umkehrschluss: Ich kaufte meiner Mutter im Alter von 23 Jahren ein nagelneues Auto.
Das wöchentliche Arbeitspensum lag in der Anfangszeit meiner Selbständigkeit bei etwa 140 Stunden (Klartext: 7 Tage mal 20 Stunden; viele meiner heutigen Studenten-Freunde verbringen nicht mal 140 Stunden pro Jahr an der Uni). Ich bin manchmal aus Flugzeugen gestiegen, und wusste vor lauter Arbeit nicht mal, in welcher Stadt ich eben gelandet war. Egal ob Weihnachten, Silvester, Wochenende, Geburtstag, oder Muttertag — ich war immer "on tour" für mein Geschäft.
Dafür konnte ich mir mit 24 meinen ersten Porsche Carrera und auch andere flotte Kisten leisten, nur fehlte eben die nötige Zeit, um damit genüsslich zu fahren. Mit 25 investierte ich in eine großzügige Galerie-Wohnung, wobei das Sammeln von Immobilien in den vergangenen Jahren nicht zur Leidenschaft wurde - obgleich ich mir noch weitere Wohnungen und ein Haus gekauft habe. Das betrachte ich in diesen Zeiten als notwendige Altersvorsorge, denn Renten wird es nicht mehr lange geben (dank der "hervorragenden" Politik in unserem Land `:-)
Trotzdem war, bin, und werde ich vermutlich nie ein großer Materialist.
Was ich mag, ist das Reisen, das Wegbrausen, die Bewegung. Erst jetzt, nach fünfzehn Jahren "Selbstsklaverei" kann ich langsam auf eine niedrigere Gangart schalten, und all diese Dinge genießen, die Spaß und Freude machen.

Impressionen
Für mich, als Jäger und Sammler sind Sinnesempfindungen etwas sehr wichtiges. In der beschleunigten Gesellschaft, in der Wahrnehmungen in Windeseile schwinden, im Sekundentakt durch immer neue Bilder und Eindrücke ersetzt werden, sind immer weniger Menschen impressionabel (erregbar). Ich tendiere zur "Entschleunigung des Lebens".
Ob es tatsächlich eine Gabe ist, oder lediglich eine Berufskrankheit, die insbesondere Fotografen und Musiker ereilt, kann ich nicht beurteilen. Auf jeden Fall kann man "Augen- und Ohrentiere" wahrlich beneiden, denn vom Anblick "schöner" Dinge zehre ich oft Jahrzehntelang und empfinde dabei eine urplötzliche Zufriedenheit. Manchmal handelt es sich um unspektakuläre Erlebnisse, die trotz aller Banalität immer wieder ins Gedächtnis gerufen werden.
Die vielen schlechten Impressionen, verbanne ich von meiner Festplatte (meinem winzigen Gehirn), und die ebenso vielen guten sind allgegenwärtig und werden regelmäßig wiederholt — wie ein guter Streifen mit Steve McQueen, Clint Eastwood oder Paul Newman. Gefühlswahrnehmungen sind etwas wunderschönes, aber auch Sinnesempfindungen sind besonders wichtig für mich und von unschätzbarem Wert. Ich vermute, "Impressionen sind eine Grundvoraussetzung, um Glück zu empfinden"!

Visionen
Seit ich denken kann, habe ich Träume und Visionen, die beim Gang durch die Instanzen niemals verloren gingen. Ich gebe gern zu, dass meine Begeisterungsfähigkeit immer noch mit der eines Kindes zu vergleichen ist. Eine Art "rationales Verdrängen" existiert nicht, auch wenn mir Mitmenschen manchmal spätpubertäre Anflüge unterstellen. Gerne würde ich beispielsweise mal für zwei Wochen in einen Lastzug steigen und Italien-Fernverkehr fahren. Ich besitze einen LKW-Führerschein und spreche italienisch - also wo liegt das Problem?
Natürlich bin ich vom Erfolg verwöhnt, verfüge über ein ordentliches Gehalt, aber trotzdem existiert die Überzeugung, dass mich ein Ausflug in eine andere Existenz (den viele Menschen "sterbenslangweilig" fänden), noch bescheidener und vor allem zufrieden macht. Ich hasse die geplante Struktur, diese äußeren Zwänge, will mich gern mal treiben lassen - räumlich wie zeitlich. Ob das die "grenzenlose Freiheit" ist, weiß ich erst, nach dem ich es versucht habe.
Andere machen ein teueres Sabbatical (Aussteigen auf Zeit) und bezwingen in eisiger Kälte mit Sauerstoff-Flaschen ein paar riesige Berge — da besteige ich lieber einen "Mercedes Actros" mit Schlafkabine, Standheizung, Klimaanlage, und fahre gen Süden.
Der Wunsch, alles mal hinter sich zu lassen, nach fünfzehn Jahren harter Arbeit einen "Tapetenwechsel" zu vollziehen, ist keine exotische Idee: Erfahrungen sammeln und Energie auftanken, bringt einen klaren Blick für alles, was wichtig ist und gut tut.
Es ist doch schön, dass es auch eine mögliche Existenz jenseits von Bausparverträgen, Einbauküchen und Sportwagen gibt. Vor allem ist es befriedigend, dass noch Lebensqualität existiert, die man nicht kaufen kann, also Sinnesempfindungen, Gefühle, Wahrnehmungen. Der verstorbene Fiat-Boss Agneli sagte mal, dass er den Wind beim Segeln so gerne mag, weil er ihn nicht kaufen kann.
Ich glaube an meine Träume und Visionen, denn ich habe nahezu ALLE in meinem bisherigen Leben verwirklicht. Das lässt sich letztendlich auch als "GLÜCK" definieren. Hätte ich es bis hierhin nicht geschafft, wäre ich in dieser Gesellschaft lediglich einer der zahlreichen "Spinner", oder gar "ein Verlierer"!
Vermutlich ist es normal, dass man als Jugendlicher träumt, von schnellen Autos, einem Penthouse, von schönen Frauen und von Luxus. Ich habe viele dieser Träume in die Tat umgesetzt, habe mir ab meinem 24. Lebensjahr fast jedes Jahr einen neuen Carrera mit Vollausstattung gekauft, hab mich auch darüber gefreut "wie ein kleines Kind" und war kurzzeitig sogar glücklich; aber der Preis, in Form einer konstanten 120- oder gar 140-Stunden Woche, ist für diesen schwachsinnigen und sinnlosen Pseudo-Müll auf Dauer zu hoch.
Wenn man jung ist, will man immer gewinnen - das lässt mit der Zeit nach. Es ist schön, dass ich heute auf Statussymbole gewissermaßen verzichten kann, ohne dass ich etwas vermisse.
Fazit: Luxus beschränkt, was Eindrücke, Erlebnisse und Kontakte angeht. Heute weiß ich - es sind vor allem die kleinen Dinge, die einen besonderen Wert darstellen.

Das Versand-Business
Die Zeit war wunderschön, aber sie ist vorbei! Über ein Jahrzehnt lang habe ich unzählige 1210er (Technics Plattenspieler) und Disco-Mischpulte verkauft, war europaweit der stärkste Numark-, Vestax- Stanton-, Ortofon- und Gemini-Dealer und erzielte regelmäßig siebenstellige Jahresumsätze; nur fand ich nicht die Zeit, im Sommer mal baden zu gehen, mit Freunden ein Eis zu essen, oder im Supermarkt einzukaufen.
Irgendwann Mitte 1997 hatte ich keinen Bock mehr, denn die Kunden wurden immer dreister — wollten nur noch supergünstige "immer weiter reduzierte" Preise, kostenlose Ersatzfader als Zugabe, und eine immer währende Garantie auf 300 Mark Mischpulte; dann wurde mir auch bewusst, dass sich meine Aufgabe erledigt hat.
Jeden übereifrigen Senkrechtstarter ereilt irgendwann dieses berühmte Burn-out-Syndrom, dass der Stress zum kollabieren bringt - denn nichts bleibt ohne Wirkung im Leben! Arbeit soll in erster Linie Spaß machen und spannend sein. Solange eine gewisse Neugierde bleibt, ist es eine fabelhafte Angelegenheit. Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, zum richtigen Zeitpunkt auszusteigen. Klar hab ich Kohle gescheffelt in dieser Zeit, aber ich möchte nicht Gefangener, sondern Nutznießer meines Erfolgs sein. Heute weiß ich - ich war mein bester Sklave!
Den "Segerer Media Versand" gibt es noch immer; die Umsatzzahlen sind nahezu bedeutungslos geworden, denn dieses weit verbreitete "höher-schneller-weiter" existiert nicht mehr in meinem Schädel.
Die ewigen Preisanfragen der Schnäppchenjäger gehen mir extrem auf den Nerv. Bei uns ist persönliche Individualität angesagt, denn wir bedienen keinen Massenmarkt.

Das Verlags-Business
Vermögensbildung im Pressebereich war natürlich nicht nur in den goldenen Wirtschaftswunder-Jahren möglich, dennoch hatten es die Urväter "Springer", "Bauer" und "Burda" bedeutend leichter, wenn sie Gespür dafür hatten, im richtigen Moment das richtige Medium auf den Markt zu bringen, da es in den Nachkriegs-Jahren kaum Konkurrenz-Blätter gab.
Nun weiß ich: "Konkurrenz belebt nicht das Geschäft!". Ich kenne Magazine, die haben mal sieben Mark (damals gab es zum Glück noch keinen Euro!) gekostet — heute liegt der Copy-Preis gerade mal bei der Hälfte, obwohl sich die Herstellungskosten in den vergangenen Jahren verdoppelt haben. Früher war es ein Verdrängungs-Wettbewerb, heute ist es ein Vernichtungs-Wettbewerb.
Jedes neue Leseangebot muss sich erst mal auf dem Markt etablieren; in unserer beschleunigten Gesellschaft, in der wir täglich gnadenlos mit überflüssigen Informationen bombardiert werden, ist das schwierig.
Mehrmals habe ich in der Vergangenheit versucht, weitere Leseangebote in meinem Verlag zu etablieren, aber in dieser Zeit scheint das kaum möglich zu sein. Die Bedürfnisse ändern sich ständig. Langfristige Planungen und Investitionen stehen deshalb außer Frage; heute dies morgen das!
Nie ging es den deutschen Zeitungen so schlecht wie heute. Innerhalb kurzer Zeit verwandelten sich kraftstrotzende Verlage in wirtschaftliche Schwächlinge, weil die Anzeigen, mit denen Verlage bis zu zwei Drittel ihrer Kosten decken, dramatisch zurückgingen. Für eine ausgeglichene Bilanz bräuchten die Verlage höhere Werbeeinnahmen. Die Diskrepanz zwischen Aufwand und Werbeerlösen steigt immer weiter.
Als Verleger muss man heute mehr denn je darauf achten, dass die Zeitung ihre Käufer findet und auf Basis guter Leserschaften ihre Anzeigenseiten verkaufen kann. Man bleibt solange im Geschäft, wie man den Werbekunden und den Lesern das richtige Produkt liefert.
Es wird sich nicht viel verändern bei uns: Fashion-Protagonisten lesen auch in wirtschaftlich gebeutelten Zeiten die MIXAGE. Wir wollen auch in Zukunft keine Größenordnung erreichen, die uns irgendwann ein bitteres Ende beschert. Egal ob Tempo, Wiener, Frontpage, Boom, Deep, Comet, Cut, Xtreme, Bad, Hotline, Dance, Network Press, Motion und unzählige andere - wir haben viele Magazine qualvoll sterben sehen; es ist anscheinend doch nicht ganz so einfach, über einen langen Zeitraum erfolgreich zu bestehen!

Fotos
Begonnen habe ich mit dem Fotografieren im Alter von sieben Jahren mit einer Kinderkamera (es war die "Porst-happy", ein absolutes Schrott-Gerät). Ein Jahr später hatte ich meine Eltern so lange genervt, bis sie mir zu Weihnachten eine Pocket-Kamera (die Agfamatic 2008 Sensor) schenkten. Diese Kamera passte, wie der Name verrät, in jede halbwegs geräumige Hosentasche.
Ab diesem Zeitpunkt war die Agfamatic immer schussbereit und ich fotografierte so ziemlich alles, was mir vor die Linse kam (Tiere, Sport- und Lastwagen, Unfallautos, Schiffe, Dieselloks, Flugzeuge u.v.m.).
Fotografieren wurde zum größten Hobby — ein teueres Laster, für einen zehnjährigen Jungen. Das gesamte Taschengeld ging drauf; ob Weihnachten oder Geburtstag — es gab immer Filme und Entwicklungsgutscheine.
Im Alter von 23 Jahren habe ich mir eine Minolta X-300i gekauft, dann hatte ich fünf Pentax-Sucherkameras (drei davon befinden sind immer noch im Einsatz), und irgendwann packte mich das totale Nikon-Fieber. Ich kaufte mir zuerst eine F-401, eine F-601, eine FX-90, und immer wenn Geld am Konto ist, kommen weitere Nikons hinzu. Die könnten mich langsam mal sponsern.
Zu Beginn der 90er Jahre fotografierte ich in Deutschland vorwiegend nationale Persönlichkeiten auf Medienpreis-Verleihungen ("Bambi", "Goldene Kamera", "Goldenes Kabel", "Grimme-Preis", "Bravo-Otto") wie Gottschalk, Jauch, Beckenbauer, Schumacher, Maske, Witt, Adorf - dazu kamen internationale Stars wie Catherine Deneuve, David Copperfield und Kevin Bacon.
Ich spezialisierte mich "nach und nach" auf das Music-Business und begleitete mit meinen Nikons oft ganze Tourneen; darunter einige Foto-Sessions mit James Brown (in Deutschland, Italien, USA), Eros Ramazotti (in Deutschland und Italien), Björk und Mariah Carey (in Frankreich), Kim Wilde, Donna Summer, ZZ Top, Tom Jones, Joaquin Cortez, und die Söhne von Bob Marley.
Ab Mitte der 90er waren es ausschließlich Black-Music Acts, wie Public Enemy, The Fugees, Wu-Tang-Clan, Coolio, Boyz II Men, Cypress Hill, P.Diddy (Puff Daddy), The Notorious B.I.G. (Biggie Smalls), Ice T, Ice Cube, Snoop Doggy Dogg, Bootsie Collins, George Clinton, Aaliyah, die ich bei meinen Aufenthalten in New York auch interviewt habe für MIXAGE.
Bis zum "30. Lebensjahr" hatte ich nicht eine müde Mark mit meinen Bildern verdient. Erst Mitte 1996, nachdem auch in den USA ein paar meiner Fotos in Zeitschriften veröffentlicht wurden, kamen einflussreiche Menschen auf mich zu, die meine Arbeiten "interessant, ehrlich, lebendig und natürlich" fanden. Sie beauftragten mich und bezahlten fortan Geld für etwas, das mir Spaß bereitet.
Vielleicht weil es der Zufall und das Schicksal so wollten, fotografiere ich seit diesem Zeitpunkt für die Automobilindustrie, für eine bekannte Fluggesellschaft, komme durch meine Bilder in Kontakt mit bekannten Models, und für namhafte Fashion-Labels lichte ich regelmäßig traumhaft schöne Frauen unter strahlend blauem Himmel am Mittelmeer ab. Meine Bilder waren all die Jahre zuvor keineswegs von minderer Qualität - irgendwann war "der Erfolg" einfach da (das hat "nur" 25 Jahre gedauert).
Zu manchen Foto-Shootings werde ich von TV-Teams begleitet. Die fliegen quer durch die Welt, um meine "Arbeit" zu dokumentieren. Da kommen Redakteure, Kamera-Leute und Ton-Assistenten ... und sie machen Interviews mit mir.
Selbst den großen Peter Lindbergh (die Nummer eins der Weltelite-Fotografen) befragte ein SAT.1-Team in Paris kürzlich nach meinen Bildern.
Die besten Arbeiten sind fast immer eine Zwangsehe von brillanter Technik und Anwesendsein. Zufall ist das A und O der Fotografie. Man kann Stunden damit verbringen, auf den richtigen Moment zu lauern, und er kommt nicht; und dann entdeckt man, dass Aufnahmen, die man einfach so knipste während man wartend herumhing, von einer Spontaneität sind, die kein noch so sorgfältig gestaltetes Bild aufweist.
Die Regel Nummer eins lautet: Aussuchen kann man den richtigen Moment nie, man kann nur darüber stolpern und hoffen, dass man gerade den Finger auf dem Auslöser hat.
Ebenso wie man "den richtigen Moment" für das Bild nicht aussuchen kann, sieht es mit dem Erfolg aus. Man kann nichts erzwingen.

Erfolg
Mein Lieblings-Autor Douglas Kennedy beschreibt es treffend, in einem seiner Bücher: "Man sollte vorweg eine der großen Wahrheiten des Lebens kapieren: Die Leute wollen Dich nur haben, wenn Du "heiß" bist! Für den Kerl, der sich abstrampelt, hat unsere Gesellschaft nur Verachtung übrig. Es ist ein Niemand, ein Versager, nur weil er verzweifelt versucht, beispielsweise einen Verleger, einen Redakteur, einen Produzenten oder Agenten zu überzeugen.
Dass auch in ihm etwas steckt, wenn er es nur beweisen dürfte, steht nicht zur Debatte. Natürlich will ihm niemand diese Chance geben. Warum sollte man einem Typen, der aus dem Nichts kommt, denn helfen?
Selbst wenn man ihn für talentiert hält, hat man in der Regel eine Heidenangst davor, dem eigenen Urteilsvermögen zu vertrauen und einen unbekannten zu fördern. Und so bleibt der Niemand ein Niemand, bis der blinde Zufall eingreift, die Tür aufgeht, das Licht hereinbricht und er im Glanz des beruflichen Erfolges erstrahlt.
Auf einmal ist das Glückskind ein großes Talent. Nun beantwortet jeder seine Anrufe, und jeder ruft ihn an. Schließlich schwebt der Heiligenschein des Erfolgs über ihm!"
Konsequentes Handeln und verfolgen der Ziele führen zwar zum Erfolg, aber die Beständigkeit, ein Unternehmen über Jahre oben zu halten, erfordert heute zudem den geschulten Umgang mit Waffen aller Art.
Ich bin nicht mit Selbstbewusstsein gesegnet, aber meine Überzeugung, dass ich viele Dinge besser mache als andere, gibt mir die Sicherheit, langfristig und gleichzeitig erfolgreich zu bestehen.
Neben der weit verbreiteten Oberflächlichkeit verlieren die erfolgreichen Führer des Managements heute oft jeglichen Respekt vor ihren Mitmenschen, denn Respekt ist eine Erfindung der Machtlosen!
Ich glaube, je mehr man in der Öffentlichkeit steht, umso mehr wird man zum Einzelgänger. Man ist umgeben von unzähligen Schleimsäcken, die in irgendeiner Form vom Erfolg profitieren möchten. Sie machen das nicht offensichtlich, aber sie tun es (höflich, aber nicht ehrlich) - von hinten durch die Brust ins Auge!
"Der Platz an der Sonne" ist in der Realität eine ziemlich einsame Gegend - manchmal gleicht er einem Schlachtfeld. Es gibt die Wölfe, und es gibt die Schafe — und Schafe werden bekanntlich gerissen!

Reichtum
"Reichtum findet im Kopf statt", sagt mein Mentor und Freund Josef Roll. Für diesen Reichtum, den die Menschenmassen da draußen meinen, muss man überdurchschnittliche, ausdauernde Höchstleistungen erbringen. Wer Fleiß, Disziplin und Intelligenz einsetzt, wird vielleicht irgendwann die fette Kohle einsacken; ob diese Reichen auch Glücklich werden, wage ich zu bezweifeln.
Reichtum ist für mich Gesundheit, natürlich auch die meiner Familie und meiner Freunde, gutes Essen, ein gemütliches heißes Bad, die Kommunikation mit intelligenten Wesen. Wenn ich mit meinem kleinen Promenaden-Mischling "Tobi" in Pesaro durch den Pinien-Wald spaziere, dann ist das form vollendeter Reichtum. Der Hund freut sich unbeschreiblich über meine Anwesenheit — und ich weiß das zu schätzen. Es macht mich glücklich — und kein Geld der Welt könnte dieses Gefühl übertrumpfen.
Was all diese "vom-großen-Geld-Träumer" zudem nicht wissen (wollen), ist, dass ein erfolgreicher Unternehmer wenig, bis gar keine Zeit zum Entspannen hat. Auch wenn er hundemüde ist, kommt er "nicht mehr runter", wie man auf Psycho-Deutsch sagt. Diese Art von Leben ist nicht beneidenswert.
Ich lasse mich heute in erster Linie von meinen Gefühlen treiben und leiten, nicht von einem Gehaltszettel mit aufgedruckten Zahlen.
Mediale Trennkost
Ich erinnere mich an einen Artikel von Reinhold Beckmann in Die Zeit, in dem er es auf den Punkt bringt: "Es ist beängstigend, wie die Halbwertszeit von gespeicherten Informationen schrumpft. Resistierender Informationsmüll legt sich dagegen wie Mehltau auf die letzten freien Gehirnpartien. Man kann Bilder gar nicht so schnell aufnehmen, wie man sich wieder davon befreien möchte."
Wenn ich mir beispielsweise die dreilagigen Börsenkurs-Laufbänder zu Gemüte führe, die von links nach rechts, sowie von rechts nach links in verschiedenen Geschwindigkeiten über den Bildschirm donnern, dann wünsche ich mir, dass das geliebte Fernsehgerät mit sofortiger Wirkung den Geist aufgibt. Mich macht Fernsehen depressiv. Verständlicher formuliert: Fernsehen ist meiner Ansicht nach "die allgemeine Enthirnung!" Alfred Biolek sagte schon vor zehn Jahren, "je gebildeter die Menschen sind, desto weniger sehen sie fern."
Das Vorführen von Einzelschicksalen zur Befriedigung voyeuristischer Triebtäter ist ziemlich lau auf Dauer. Deutsches Fernsehen präsentiert sich schon seit Jahren als Spiegel einer völlig ungeistigen Zeit. Ungeschminkt sehen wir "Deutschland ganz unten", denn es gibt längst keine Tabuthemen mehr, nur noch Promi- und Prolo-Gesülze in einer Endlosschleife.
24 Stunden Rederunden als Familienersatz für vereinsamte Menschen und Arbeitslose. Kein halbwegs vernünftiger Zeitgenosse kann das unbeschadet überstehen, geschweige denn "ertragen". Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen "intellektuell" nicht sehr beweglich sind, in unserem Land.
Deshalb habe ich mein TV-Gerät verschenkt und auf das Radio im Auto verzichte ich ebenso. Diese ewigen Dödel-Phrasen und die grausigen Moderatoren der Lokalsender sind eine Zumutung. Sie plappern sich durch die Sendungen und machen mich krank. Für Staumeldungen gibt es intelligente Navigations-Systeme, die einen akustisch ganz dezent informieren — damit kann ich leben.
Die Wärme wird heute übertönt von Straßenlärm, Gekreische, gequältem Gedudel aus schnarrenden Lautsprechern. Unser bewusstes Leben bleibt im Chaos (das in unseren Köpfen herrscht) auf der Strecke und macht uns taub für unausgesprochene Worte. Wovor ich am meisten Angst habe, ist die immer schneller vorangehende Verschiebung der moralischen Grenzen, die wir Menschen selbst setzen.
Materialismus und Oberflächlichkeit sind zu Volksseuchen geworden, die uns täglich im Alltag umgeben; es existiert soviel Unrat auf der Welt — man sollte einfach versuchen, nicht ein Teil davon zu werden.
Mediale Trennkost ist notwendig in Zeiten, wo die endlose Ruhe nirgendwo mehr vorzufinden ist. Manchmal wünsche ich mir den totalen Stillstand!
Abschalten
Es gibt immer mehr Tage im Leben, an denen es nichts zu gewinnen gibt! Da es folgerichtig auch nichts zu verlieren gibt, beschließe ich, die Jalousien zu schließen.
Ich stelle das Telefon lautlos, schalte den Computer ab und werfe mich auf mein kuscheliges Schaf-Fell.
Ich will mich nicht vom Fleck bewegen, völlig egal, ob ich unrasiert bin oder meine Haarpracht einem türkischen Flussbisam gleicht. Ich bin dann endlich wieder "mit mir selbst allein" und "zuhause angekommen"!
Das ist verdammt wichtig zu gegebener Zeit und in dieser Epoche der Geschichte auch "formvollendeter Luxus" für mich! Wie schön es doch ist, in Ruhe ein gutes Buch zu lesen, oder ein harmonisches Gespräch mit interessanten Menschen zu führen.
Grundsätzlich habe ich nichts gegen Gesellschaft einzuwenden - nur dann, wenn sie in Massen auftritt.
Viele Menschen lieben es, in der Menge zu baden und ein Teil dieser Masse zu sein. Ich bevorzuge die Distanz; dass ist purer Genuss.

Glück
Das Glück hat kein Maß! Wenn es mir gut geht, brauche ich wenig, um glücklich zu sein. Ich lebe gerne für den Moment, für den "Augenblick"!
Menschen die rundum Gesund sind, einer halbwegs vernünftigen Arbeit nachgehen und somit über regelmäßiges Einkommen verfügen, sollten in der Regel auch glücklich und zufrieden sein — von wenigen Ausnahmen mal abgesehen (Familientragödien, etc.).
Wenn ich am Strand sitze und die Brandung beobachte, dann macht mich das glücklich (nicht immer, aber häufig). Ebenso wie ein gutes Gespräch, der Spaziergang mit dem Hund, das Hören guter Musik im geeigneten Ambiente, eine Live-Session mit James Brown und seiner exzellenten Band ... und viele Kleinigkeiten, die nur höchstselten von Materialismus geprägt sind. Vielleicht sind das auch die Vorteile des "schöngeistigen" Denkens.
Man sollte sich darüber bewusst sein, wer man wirklich ist, und wer man sein möchte. Zufriedenheit ist ja nicht an Quantität gekoppelt. Ich hatte eine glückliche Kindheit und bin in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen — vielleicht ist dass der Schlüssel.
In einer Welt des Überflusses können viele Menschen leider nicht mehr genießen. Die "Kohlen" haben wenig mit Glück zu tun (finanzielle Unabhängigkeit bringt natürlich auch einen gewissen Glückszustand). Man sagt, wer sich nicht gerne von seinem Geld trennt, besitzt es nicht, sondern es besitzt ihn. Ich glaube, viel wichtiger als Geld, sind Träume und Ideale.

Luxus
Was das Leben im allgemeinen "lebenswert" macht, sind keine materiellen Dinge, sondern immaterielle. Wie ich vorher schon betont habe - ich liebe die Brandung am Meer.
Diese Brandung ist deshalb Luxus für mich, da ich nicht einfach vom Schreibtisch aufstehe, und mich auf die Brandung zu bewege. Zuerst muss ich ein Flugzeug besteigen. Um zum Flughafen zu gelangen, benötige ich ein Transportmittel. Um dieses manövrierfähig zu machen, muss es vorher betankt werden.
Luxuriös ist das allemal, denn die Zeit, die ich an dieser Brandung verbringe, ist außerordentlich kostbar für mich, als Unternehmer. Ich kann mir ja ausrechnen, wie viel Euro mir pro Stunde verloren gehen, wenn ich nicht hinter meinem Schreibtisch im Büro sitze und maloche.
Ein Ökonom würde somit behaupten, dass ihm dadurch eine bestimmte Summe am Ende des Monats fehlt, weil er an dieser schönen Brandung seine Zeit verbracht hat. Er trägt Luxus im quantitativen Sinne.
Güter sind im Verhältnis zur Zeit übrigens viel weniger Wert als früher!
Auf den materiellen Luxus werden in Zukunft (in anbetracht der wirtschaftlichen Situation) wohl immer mehr Menschen verzichten müssen. Selbstverständlich ist es schön, wenn man sich ein paar seiner Träume ("mein Auto, mein Haus, mein Pferd, meine Pferdepflegerin") erfüllen kann — aber diese Form von Luxus ist nicht immer erstrebenswert.
Ich habe einige exklusive Autos gefahren in den vergangenen Jahren, aber auch ein einfacher "Golf" bringt mich bequem ans Ziel meiner bescheidenen Träume. Der braucht weniger Sprit, kostet weniger Versicherung und Steuer ... und die Gefahr, dass mir dieses Gefährt ein "Neider" verkratzt, ist eher gering. Und anstelle des 5-Sterne Hotels kann man zur Abwechslung auch mal im Etap (reduce to the max) nächtigen.
Ein altes Sprichwort sagt: "Es ist nicht wichtig woher Du kommst, sondern wohin Du gehst"; vor allem ist es wichtig "wie" man geht.

Freunde und Sympathie
Vorweg: Da gibt es Menschen, die behaupten, ich sei ein "Misanthrop" (Menschenfeind), nur weil ich mich nicht vom Strudel der gesellschaftlichen Ereignisse mitreißen lasse. Ich gestehe, dass ich keine Ambitionen verspüre, Teil einer Gruppe zu sein, weil ich diese Form der gezwungenen Geselligkeit ziemlich lästig empfinde. Ich mag weder Geburtstage noch Hochzeiten, und ich hasse auch Silvester samt Rakten-Bullshit.
Wenn ich unter Freunden bin, und die Atmosphäre ungezwungen ist, fühle ich mich wohl und "bin ich selbst"; ob mich eine Gruppe unbekannter Menschen sympathisch findet oder nicht, ist mir völlig egal. Ich bin weder ein Selbstdarsteller, noch Pausenclown oder Entertainer.
Ich hasse seichtes Mainstream-Gebabbel und "always ultra"-freundliche Fressen. Da stehe ich mehr auf Menschen, die "innerlich reich" sind und das Leben intensiv genießen (unauffällige Charaktere, die nicht im Vordergrund agieren).
Meine engsten Freunde (Christian, mein erster Angestellter, seit 1995 als Musikproduzent in New York und mein Mentor Josef, Dozent für Kunst an der Uni Regensburg und Kunstakademie in München) sind voller Esprit, Lebensfreude und Visionen. Das sind Zeitgenossen, die jede Menge positiver Energie verstreuen. Menschen, die es nicht abwarten können, mir etwas mitzuteilen. Das sind Jäger, die ihre Beute lieben und sie mit mir teilen möchten. Jedes mal wenn sie eine neue Entdeckung präsentieren, fühle ich mich als ebenbürtiger Jäger und Sammler.
Das sind keine Stoffdealer, aber "sie brennen" und deshalb können sie "entzünden". Ein aufmerksamer, wissbegieriger Zuhörer, kann davon nicht genug bekommen.
Sie sind teilweise auch "Verweigerer", die den Kommerz hassen und sich in einem ganz bestimmten kulturellen Umfeld bewegen, das vielen Menschen auf immer und ewig verborgen bleibt, weil man Empfindungen nicht deuten kann. Es geht in der Regel um Musik, Literatur, Wortspiele und um Bilder, die keineswegs für den Massenkonsum bestimmt sind. Daraus resultieren Impressionen, die man der breiten Bevölkerung nicht nahe legen kann.
Das ist nicht arrogant, denn vermutlich wissen 99% unserer Bevölkerung wesentlich mehr über Fußball, TV-Serienstars und andere Dinge zu erzählen, wie all meine Freunde zusammen. Der springende Punkt ist, dass sich solche Protagonisten nicht im Strom der Masse bilden, sondern ihre Erfahrungen auf ganz anderen Wegen (und Umwegen) sammeln.
Diese besagten Freunde sind "Schöngeister", die anders ticken, anders handeln, und vielleicht lieber in einem verrosteten Alfa Romeo durch die Gegend düsen, als in einer Luxuslimousine. Sie sind ebenso wie ich "detail verliebte Narren"; also harmlose Narren, die sich freuen, wenn sie in Ruhe gelassen werden und lediglich das nötige Verständnis von der Außenwelt erwarten — keinesfalls Anerkennung.
Ihr Wissen ist nicht profitabel, denn Individualisten leben nicht um reich zu werden. Sie sind Glücklich in ihrem Umfeld und lassen den Rest der Menschheit in Frieden leben. Es sind keine Spießbürger, die dem Nachbarn die Polizei an den Hals hetzen, nur weil der mit seinem Auto im Halteverbot parkt.
Es interessiert sie nicht, ob Dieter Bohlen demnächst noch zehn erfolgreiche Bücher oder weitere fünfzig Modern Talking - Alben auf den Markt bringt, und es juckt sie auch nicht im geringsten, ob Bayern München wieder deutscher Meister wird, oder irgendwann mal in die Kreisliga absteigt.
Was ich damit sagen möchte, ist, dass ich es als außerordentliches Privileg empfinde, wenn ein paar Menschen in meinem Umfeld anders denken und sich austauschen können. Das ist harmlos, unspektakulär, macht mir eine enorme Freude, bringt mir neue Schaffenskraft und Energie, tiefe Verbundenheit und Wissen, über dass ich verfüge, auch wenn ich es nie profitabel einsetzen oder vermarkten werde.
Egal ... wir leben im JETZT, und mit seinen Freunden darf man sich doch freuen!

Jetzt reicht`s aber wirklich !!! (Bericht: Josef Roll)
Wo Du hinguckst: Krise! Eine wirklich tiefe Niedergeschlagenheit hat unsere Zivilisation ergriffen
Ein jeder kuckt mit Sorge, denn es ist ja auch zum Kotzen. Seit November keine Sonne ... das ist noch nicht am leichtesten zu ertragen:
Kaum haben wir "shareholder-value" buchstabieren gelernt und begriffen, dass NASDAC keine Weltraumfirma, NEMAX kein Putzmittel und BLUE CHIP kein neuer Schokoriegel ist, da plötzlich verschwinden COMROAD, EM-TV und all die anderen vom Markt.
Ron Sommer kriegt den Hut, Andre Kostolanyi stirbt und keiner weiß, wer die vielen Milliarden mitgenommen hat, die wir an die freundlich beratenden Banken gezahlt hatten in der frommen Aussicht, das sauer Verdiente binnen kurzer Frist zu verdoppeln, verfünffachen. Wenn jetzt noch die Haffas freigesprochen werden, dann aber!
Die Hoffnungen, Leo Kirch könne das bräsige München zur Medienhauptstadt umbauen, sind geplatzt, trotz gigantischer Kredite durch die Bayerische Landesbank. Kein Alpen-Hollywood und keine Tausender auf dem Konto für den Auftritt in der einen oder anderen saudummen Plappershow. Dafür ist die Landeshauptstadt jetzt pleite (Vorschlag: Die könnten doch die Bayern-Spieler verkaufen, dann wäre alles gut. Aber nix. Es ist zum Heulen!).
Eine Pleite nach der anderen
Der Bausparer, Omas Sparstrumpf und die Kegelkasse sind gerade im Kamin der Börsen verschwunden, da kommt der EURO daher und völlig wehrlos dürfen wir zusehen, wie die Umtauschkurse von 2 zu 1 in den Speisekarten zu 1 zu 1 werden; ein Espresso kostet mittlerweile die gute Laune. Dann noch der CASTOR und BUSH und HUSSEIN, dann noch ein Jahrhunderthochwasser und noch eins und dazu die Nachricht, dass auch die Zahl der Zuwanderer weiter steigt und die Polizei die Honorare für Blitzfotos erhöht hat. Wenn Du Deine Seele bis hierher noch retten konntest, dann sagt Dir ein Interview in DSF, dass Kaiserlautern vielleicht das zweite Mal in die zweite Liga muss: Da werden wieder viele-viele Menschen aus diesem Ort sehr-sehr traurig sein.
Oh nein! 4 Millionen Arbeitslose hatten wir schon unter Kohl, dem Ehrenwort-Mann, aber jetzt bleibt uns der Schröder und sein Fischer und die 4 Millionen auch ... nicht auszuhalten. "Das Geld für die Renten wird knapp!" sagt der Herr Minister. Das macht aber nix, weil wir bis zum 85. Geburtstag arbeiten werden oder gar nicht, sagen wir. Der Staat hat kein Geld, die Renten-, Kranken-, Arbeitslosen-Kassen haben keins und das noch dazu, wo doch alle dauernd alles gezahlt haben, oder nicht? Wir haben auch kein Geld mehr, ist doch klar. Egal: jetzt erst mal die nächste Steuererhöhung auf alles und Weihnachtsgeldkürzung, dann sehen wir weiter. Summasummarum: Die Welt ist schlecht, wir können nicht weg und wehrlos sind wir auch. Wem schmeckt da noch der Weihnachtsbraten?  

Katastrophe ist immer.
Seid nicht traurig! In den 60igern fürchteten wir uns davor, auf dem Weg zum Supermarkt von russischen Panzern überrollt zu werden. In den 70igern und 80igern wussten wir nicht genau, ob wir uns lieber vor dem Polizeistaat oder den Terroristen verstecken sollten, ersatzweise durfte man sich auch vor dem Sozialismus oder einem Atomkrieg fürchten. In den 80igern starb der Wald aus und vielleicht die Wüstenkängurumaus. Ein paar Bäume stehen immer noch. Tschernobyl machte die Atombombe zur Atomwolke und nicht nur der Salat in Opas Garten strahlte. (Wer jetzt 20 ist, weiß davon nix und muss sich was Neues zum Fürchten suchen.) Mitte der 80er schaute plötzlich AIDS ums Ecke: der ONE-NIGHTER ohne Gummi war auf einmal wieder ein Abenteuer. Und dann die Klimakatastrophe: Die Eiszeit droht Europa oder die globale Erwärmung, na ja. Dann ist halt nix mit "Schifoarn" oder nur noch. Kurzum: Katastrophe ist doch immer, was soll´s. Und wenn gar nichts droht, dann hat BILD einen Kometen gesehen, der uns bald auf die Mütze haut oder der Dieter macht noch ein Buch. Habt keine Angst! Den Kometen überleben wir locker und dem Dieter sein Buch lesen wir einfach nicht. Wenn uns der Arbeitgeber nicht mehr mag, dann suchen wir uns einen neuen. Wenn wir keinen finden, gehen wir statt in die Karibik an den Baggerweiher, dort liegen auch Mädels herum. Wenn wir mehr Steuern zahlen, als wir verdienen, dann machen wir halt krank. Wenn das "Gym" seine Preise erhöht, dann gehen wir in den Sportverein, das kostet weniger. Für den Stau reicht der alte Karren locker, denn auch mit dem Maybach kriegst Du keinen Parkplatz außer auf der Autobahn. Wenn BOSS und CHANEL so teuer bleiben, dann kaufen wir halt woanders. Mit Null in der Tasche kannst Du sicher sein, dass SIE Dich liebt und nicht Deinen Kreditrahmen. Hier liegen die Lösungen!

Sparen und macht Spaß!
Das neue Konzept für das neue Glück. Ein neues Leben und viele neue Freunde! Denn es ist noch eine Menge Luft im Reifen. Wir sind noch nicht am Ende, wir legen jetzt erst richtig los!
Erster Schritt:
Spar Dir Hiobsbotschaften! Kündige sofort bei der GEZ, lass Deinen TV-Empfänger ausbauen, schmeiß Dein Radio weg und spare Dir ab sofort alle dämlichen Werbeblöcke inklusive aller schlechten Nachrichten und drögen Rätselshows. Stattdessen machst Du den Quali nach (ist auch spannend) und kaufst Dir vom Ersparten einen Videorekorder oder einen DVD-Player und tauscht fleißig mit den Nachbarn, ... natürlich auch die CD´s. Kündige Deine Zeitungsabos und nimm ein Abo von Mixage, dann sparst Du Dir den Weg zum Altpapiercontainer. Stellenanzeigen sind in der Zeitung ohnehin keine mehr und die Katastrophen erzählen sie Dir sowieso im Bus. Kauf keinen Müll mehr, den Du wegwirfst, zieh Deinen Style durch und halt den Kleiderschrank knapp, aber aktuell. Sei da stur! Dann kannst Du die kleinere Mülltonne buchen und sparst schon wieder!
Zweiter Schritt:
Tauschen statt Kaufen. So geht´s: Kauf Dir keine Bohrmaschine und keine Digitalkamera und keinen Gartenhäxsler. Daran verdient nur der Zwischenhandel viel und fernlebende Menschen, die Du noch nicht mal kennst. Bitte stattdessen Deinen Nachbarn, gegen Abspülen oder Autowaschen, die drei Löcher zu bohren, die Du brauchst. Tausche Deine Arbeitskraft gegen die anderer. Dann zahlt Ihr beide keine Steuern! Und frag ihn bei der Gelegenheit gleich, ob er Dir im Tausch das Video und die neue "Blackalicious" leiht. Und für Deine drei Aktfotos tut´s die alte Spiegelreflex auch. Lache über die Mehrwertsteuer!
Dritter Schritt:
Kultur statt Konsum. Geh in die Ausstellung und nicht ins Kino. Da ist es hell genug, um die Damen zu sehen, die den Picasso mit Dir teilen. Frag sie, ob sie einen guten Malkurs wissen, vielleicht "geht" was!
Lern kochen! Hol die Süße ab und gib ihr fünf Gänge bei Dir zu Haus, mit Nachtisch bei Bedarf. Die Wirte Deiner Stadt schenken Dir irgendwann zwei Wochen Kreta, damit Du wieder mal kommst!
Lesen wäre auch nicht schlecht, falls Du es noch kannst. Bücher sind längst billiger als eine Schachtel Kippen! Verschenk Dein Handy und schreib lieber Liebesbriefe (Porto: 56 Cent). Dann stichst Du alle SMS-ler aus und liegst noch wochenlang unter IHREM Kissen, wenn die anderen schon gelöscht sind. Und spiel nie mehr Lotto, denn da gewinnen immer die anderen!
Vierter Schritt:
Gesund und munter! Hör auf zu rauchen und verschenk Dein Auto! Dann freust Du Dich über die Benzinpreiserhöhung, sparst Dir das Parkhaus und ruinierst die Gebrauchtwagenpreise. Wenn Du arbeitslos bist, schaffst Du den Weg zum Baggerweiher auch mit dem Bike, das nimmt die hässlichen Pfunde weg und beim Gym kannst Du dann auch gleich kündigen. Die Maschine, die Deine Arbeitskraft ersetzt hat, wird dann Dinge herstellen, die Du zur Strafe gar nicht mehr brauchst, das ist Deine Rache - genieße sie! Sollen sie´s doch exportieren, das Zeug!
Neues Jahr, neues Glück!
So wird dann Dein 2003: Du wirst gesünder und fitter sein als 2002, mehr Freizeit haben, die weniger kostet (nur knappe Freizeit ist sehr-sehr teuer), Du bist sexier als alle Auto-Leasing-Raten zusammen und hast mit Deiner Mixage alle Mode-Argumente auf Deiner Seite. Die Nachbarn kennst Du dann endlich beim Vornamen und beim Tauschen von Arbeit und Videos wird Dir langsam klar, dass Deine erste Ausstellung im Museum ansteht, denn die Bilder vom Baggerweiher und Deine Aktgemälde sind mittlerweile doch recht viele geworden. Deine Kochkunst macht Dir zweimal die Woche die Bude voll (dafür bist Du fünfmal die Woche woanders eingeladen). Die öden Wirte und Türsteher hast Du alle vergessen. Die Schnepfe, die Dich wegen dem Billigurlaub verlassen hat, hast Du längst gegen eine Jüngere eingetauscht, die mit dem Schlafsack zufrieden ist und nicht auf vier Sterne besteht.
Schlechte Nachrichten? Kaum mehr. Ab und an geht einer verloren, ... traurig, ja, ... aber vielleicht erbst Du eine Bohrmaschine!

Tragt Schutzbrillen! (Bericht: Josef Roll)
Wir erklären Euch heute, wie man(n) den Frühling überlebt:
Es ist nicht zum Aushalten! Das Leben kehrt zurück und Frühling wird`s.
Das dumpfe Stampfen der Winterstiefel hat ein Ende und die Seele wieder ihre geliebte Unruhe, denn das geliebte Stöckelwild zeigt sich auf den Plätzen und vor den Schaufenstern.
Frösteln, frieren, Tee trinken? Vorbei!
Halsweh, Nebenhöhlen zu, Fußgips? Vorbei!
Und vor allem: Mies gelaunte Kugelhaufen aus Schurwolle im leisen Geruch nach Mottenkugeln: Vorbei!
Die Elfen, die Feen und die bösen Zauberinnen haben in geheimer Abstimmung beschlossen, die gefütterten gegen die durchsichtigen Teile einzutauschen und die Suppe wieder heiß zu machen. Einige Helden werden sich die gierigen Lippen verbrennen, und nicht nur das, soviel ist sicher. Jetzt heißt es "Augen auf" und am besten gleich wieder zu. Nicht lang hinschauen! Mann hat nämlich nichts zu lachen, Mann ist in allergrößter Gefahr.
Mutter Sonne, unser geliebtes Zentralgestirn, bruzzelt uns den Scheitel und bringt die endokrinen Drüsen auf Hochtouren. Hormone rasen herum und ersetzen Vernunft durch Instinkt. Die Verhaltensbiologie übernimmt völlig das Ruder, die Psychologie ist außen vor und Triebe regieren. Herzschmerz droht an jeder Ecke.
Bleibt im Schatten, Männer!
Zuviel Sonne macht kompromissbereit! Am Ende steht der verflixte Offenbarungseid vor dem Standesamt. Bleibt deshalb im Schatten!
Geht nur nachts aus! Und wenn es gar nicht anders geht: tragt dunkle Schutzbrillen! Minutenlanges Glotzen auf feminine Hautflächen führt zur völligen Verblödung, die man leider am (ungeschützten) Blick erkennt.
Wenn ich an das letzte Frühjahr denke, wird mir noch ganz zweierlei. Als uns die Mode mit viel Haut bedrohte, hofften die selbst ernannten Fachmänner im Angstschweiß auf die Rückkehr der Langröcke und der Hochgeschlossenen, aber der Durchblick der diesjährigen Szene lässt uns wenig Aussicht und viel zu viel Durchsicht, denn SIE geht mit noch weniger.
Seid deshalb ritterlich! Wenn Oskar Wilde recht hat, erkennt man den Grad der Verzweiflung einer Frau an der Menge Stoff, die sie weglässt. Also nehmt das Handy und die Scheckkarten aus der Tasche und leiht "IHNEN" Eure Lee-Jackets damit "SIE" den Bauch, das Brustbein und was sonst bedecken können.
Sprecht mit "IHNEN" über ihre Verzweiflung. Spendet Trost!
In diesen Zeiten muss eine Frau einen Mann ernähren können, wenn sie etwas von ihm will, denn das Leben in Luxus kostet auch ihn eine Menge.
Macht "IHNEN" Mut zur Karriere! Lieber Staatsexamen als Nabelpiercing oder Schambein-Tattoo!
Vergesst nicht: Nach dem 4. Theorem der Hautflächenbedeckung steht die Menge der sichtbaren Haut im umgekehrten Wert zum Bildungsabschluss. Für den Nicht-Mathematiker: wenn SIE fast nackt ist, hält sie mit Sicherheit die PISA-Studie für ein Fitness-Zentrum. Oder glaubt allen Ernstes, "wenn alle Deutschen Bayern wären, wären wir so gut wie die Finnen". (Kein Wunder übrigens, dass die Finnen klug sind, denn dort tragen die ganzjährig Daunen).
Härtet Euch ab!
Achtet auf Eure Kopfdrehungsfrequenz! Häufige Drehungen führen zum HWS-Syndrom, einer fürchterlich schmerzhaften Zerscheuerung der Halswirbel, auch bekannt als "Mauergekko". Wer zu oft seinen Kopf schnell und ruckartig dreht wie ein Gekko, ist in hoher Gefahr. Die Halswirbel gehen kaputt und ER verrät seine Bereitschaft und seine Wahllosigkeit.
Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht, wer immer zu allem bereit ist, interessiert nicht.
Wenn Du jeder Fliege hinterherglotzt, kränkst Du den Stolz der Einen, der Einzigen.
Da hat SIE recht, wenn SIE Dich verachtet für Deine Unruhe. Also schau nicht hin, wenn Du Deine Schutzbrille vergessen hast, denn wenn Du hinschaust, wohin auch immer, hast Du verloren.
Ein sicherer Weg gegen eine furchtbare "Hautallergie" (mit grausamen Neben- und Nachwirkungen) ist die regelmäßige und mehrfache Lektüre der "MIXAGE" oder ersatzweise ähnlicher Blätter, damit Ihr Euch rechtzeitig an die Trends gewöhnt.
Versucht, Euch an die Labels der Klamotten zu erinnern und besprecht untereinander Detaillösungen wie Saumnähte, Verschlüsse oder Farbstellungen. Das lenkt ab und schärft den Blick für die Nebensachen.
Das härtet Euch ab. Nur wer die Frau hinter dem Fummel vergisst, hat eine reelle Chance, den Frühling zu überleben. Und kann dann den rettenden Baggerweiher, das Freibad oder das Mittelmeer erreichen, um die Hitze im Kopf schadlos zu kühlen und alle störenden Ausragungen auf eine harmlose Größe herunterzuschrumpeln, ohne in die Kältestarre zu kippen.
Aber wenn es Euch richtig schlecht geht: Schaut Fußball, spielt Karten oder bastelt an Euren 70iger-Jahre-Gefährten herum - das hilft immer!

Ibiza
Pflicht bewusst wie wir sind, waren wir auch in diesem Jahr wieder ein paar Wochen auf Europas wichtigster Partyinsel Ibiza.
Das Strand- und Partyleben der Ibizenker war ziemlich anstrengend, denn die unzähligen Frauen raubten uns neben den ohnehin schon strapazierten Nerven auch noch den kostbaren Samen (Boris Becker ist weiß Gott kein Einzelfall).
Wir waren im Space, Amnesia, DC 10, Pacha, Konga, km5, Privilege, Bora Bora, Kumharas, Cafè del Mar, Mambo und El Divino und verbrüderten uns mit unterschiedlichsten Frauen aus aller Welt.
Wir (er)sparen uns weiteres Gesülze über Samen, Frauen, Drogen, Alkohol ... und ziehen unseren Text knallhart durch, um die Zeilen einigermaßen sinnvoll zu nutzen:
In den fetten Läden geht es in der Regel erst ab 3 Uhr los; gegen 22 Uhr trifft sich das feiernde Volk in den Bars von Ibiza-Stadt oder (wie in unserem Fall) im Bora Bora, dem legendären Strandabschnitt Platja d`en Bossa.
Bereits Nachmittags trifft sich hier das protagonistische Szene-Volk und tanzt auf der Strand-Terasse neben dem Jet-Hotel zu genialen House-Beats. Es besteht auch die Möglichkeit, am heißen Sandstrand zu liegen und Sangria zu schlürfen und den im Landeanflug befindlichen Flugzeugen zu winken (je nach Alk-Pegel).
Ab 20 Uhr kommt gewöhnlich DJ Gee und die Terrasse des Bora Bora wird bis Mitternacht zur genialsten Freiluft-Diskothek der Insel (das ist zumindest unsere Meinung). Hier kann man getrost die verbleibenden Energiereserven aufbrauchen — und wer sich nicht mehr auf den Beinen halten kann, der lässt sich bedenkenlos in den weichen Sandstrand fallen um auszuruhen.
Am Donnerstag legen bereits am Nachmittag italienische Top-DJ`s auf (u.a. Stefano Noferini), die man am Abend auch im Pacha hören kann (falls man noch "kann").
Zwei andere Läden sind noch für das Tanzen unter brennender Sonne berühmt: Das Space und das DC 10.
Das Space (ebenfalls Platja d`en Bossa) öffnet täglich zwischen 8 und 9 Uhr und schließt die Pforten so gegen 19 Uhr. Meist läuft harter Techno im finsteren Laden, aber das Highlight ist die Terrasse, auf der die Crowd zu fröhlichen House-Beats die Arme in Richtung Sonne reckt, bzw. zu den Flugzeugen (die am nahegelegenen Flughafen die Touristen "förmlich" abwerfen). Jede Maschine wird bei der Landung vom feiernden Publikum begrüßt (ebenso wie im Bora Bora und DC 10).
Das außen hellblau gestrichene DC 10, direkt an der Landebahn vom Flughafen Ibiza (an der Straße nach Ses Salines), hat laut unserer Erfahrung meist montags geöffnet (ab 6 Uhr früh) und bietet den Nachtlichtern und Nimmermüden die Möglichkeit, coole undergroundige Beats zu hören. Wer empfindliche Ohren hat, sollte das DC 10 besser meiden, denn hier ist der Fluglärm extrem, denn die Jets setzen direkt neben dem Laden zur Landung an. Die Öffnungszeiten könnt ihr am besten vor Ort erfragen.
Das Konga (ebenfalls Platja d`en Bossa) ist ein sehr finsterer Laden (man kann die schönen Mädls mit der Kamera kaum einfangen, weil der Blitz nicht ausreicht), in dem hauptsächlich Deep-House gespielt wird.
Das km5 an der Straße von Ibiza-Stadt nach Sant Josep bei km 5 ist ein sehr chilliger Ort (mit Hängematten und fetten Kissenlagern), an dem man den Sternenhimmel beobachten kann.
In dem Zusammenhang empfehlen wir auch das Kumharas am Port des Torrent (bei San Antoni), denn auch hier gibt es Hängematten und viele weiche Kissen. Das ist die absolute Traum-Location, um Sonnenuntergänge zu beobachten. Dieser Ort ist voll psychedelisch und enorm spacig. Hier fühlen sich Hippies und Ibizenker wohl, denn das Kumharas ist zum Glück noch nicht so mainstreamig wie das bekannte Café del Mar oder das danebenliegende Café Mambo.
Zurück zu den tanzbaren Beats:
Das Amnesia (in dem Sven Väth, Frank Lorber und Konsorten oft zu hören sind) liegt an der Straße zwischen Ibiza-Stadt und Sant Antoni bei km 5.
Der Laden ist cool aber für unsere weichen Ohren ein wenig zu progressiv.
Im El Devino in Ibiza-Stadt ist nicht nur der ehemalige Formel 1 — Pilot Niki Lauda Stammgast, sondern auch wir armseligen Berichterstatter. Der kleinste Superclub fasst zwar nur 1.500 Gäste, aber die Lage am exklusiven Yachthafen ist ein Traum. Auf der Terasse mit Aussicht auf die Altstadt von Ibiza gibt es den besten House-Sound weit und breit zu hören. Hier sind auch Roger Sánchez und Tom Novi öfter hinter den Turntables.
Das Eden, in der UK Säufer-Hochburg San Antoni ist auch nicht so ganz unser Fall, denn wir lieben die zierlichen Frauen mit schönem Körper. Es waren da leider nur blasse UK-Tussen ... und die haben uns tatsächlich vor die Beine gereiert (ein Mega-Abturn). Mittwochs soll es einen Retro-Abend geben mit Paul Taylor hinter den Schnelldrehern, aber wir haben einen Folgebesuch aus Sicherheitsgründen nicht gewagt.
Im Es Paradis in San Antoni, gleich neben dem Eden gleicht die Architektur einem Amphitheater. Marmor, Säulen, eine runde Tanzfläche und rundherum jede Menge Treppen, auf denen man auch tanzen kann. Das Kuppeldach gleicht einer Pyramide. Etwas kommerziell wie wir finden, denn die "Water-Parties" sind doch eher was für alkoholisierte Engländer und das Landvolk.
Riesig ist das Privilege an der Straße zwischen Ibiza-Stadt, kurz vor der Abzweigung nach Sant Antoni bei Kilometer 7.
Bis zu 10.000 Gäste passen in den Mega-Schuppen. Hier ist das Leitungswasser eklig eingefärbt, damit die Gäste guten Umsatz machen und ordentlich Getränke kaufen. Ab und zu gibt`s Live-Sex auf der Bühne - das ist ziemlich lustig!
Selbstverständlich gibt’s noch mehr auf der Party-Insel, aber das war schon mal das Wichtigste für echte Party-Freaks. Ansonsten weiterhin schön brav das Magazin mixage lesen, denn dort gibt’s regelmäßig Infos über Ibiza!
Alle Angaben wie immer ohne Gewähr! Infos zu den Öffnungszeiten und das aktuelle Nightlife-Programm gibt’s vor Ort in den einschlägigen Szene-Medien oder im Internet auf den jeweiligen Webseiten. Wir haben im Frühjahr 2003 ein paar Ibiza-Weblinks gesammelt und präsentieren sie auf www.mixage.biz

THE BEST RETRO FASHION CLUBS IN EUROPE
Music o Retro Fashion o Design o Art o Dancers o Dee Jays o Sexy Ladies o
1.)Music On The Rocks, Via Grotte dell`Incanto 51, Positano, Italy
2.) Miu Miù, Le Plaisir Uscita A14, Marotta (Pesaro / Fano), Italy
3.) Old Fashion Café, Via Alemagna 6, Palazzo Dell`Arte di Milano, Italy
4.) Pineta, Viale Romagna 66, Milano Marittima, Italy
5.) Havana Club, Via Fonderia 111, Treviso, Italy
6.) Mantra, Via Galvani 22, Rom, Italy
7.) Chalet Delle Rose, Sasso Marconi, Bologna, Italy
8.) Circus Beat Club, Via Dalmazia N 127, Brescia, Italy
9.) Babaloo, Statale Adriatica 16, Potenza Picena (Riviera del Conero), Italy
10.) Byblos, Via Pozzo Castello 24, Misano Monte (Rimini), Italy
Coole Pics von Disco-Babes findet man übrigens auch unter www.mixage-magazin.de!

Man lebt nur einmal!

Urbino
an einem Freitag-Nachmittag im August, kurz nach 17 Uhr: In der Januar-Ausgabe hatten wir einen Bericht über die `Provincia di Pesaro e Urbino` abgedruckt und den Lesern zu verstehen gegeben, dass in "Bella Italia" durchaus nicht überall alles "bella" ist.
Sicherlich schmecken die mediterranen Leckereien sowie die italienischen Antipasti auch in Jesolo, Garda, Rimini, Lignano oder Venedig, aber die einzigartige Perle des Landes ist noch immer frei von großen Touristen-Anstürmen und gerade deshalb so "typisch italienisch"!
Wir sprechen von Urbino, der wunderschönen Universitätsstadt, die Roger Willhelmsen in seinem Buch richtungsweisend als "schönste Stadt der Welt" bezeichnet hat.
Der antike Herrschaftssitz der Renaissance wird nicht umsonst das Athen Italiens genannt. Hier residierte der große Frederico Montefeltro und heute schicken die reichen Eltern Italiens ihre Kinder an die Uni nach Urbino.
Sicherlich bieten Milano, Rom und Bologna den BWL- oder Jura-Studenten mehr Möglichkeiten, wichtige Kontakte zu knüpfen. Aber das Paradies sucht man in den Metropolen vergebens.
Wir haben uns an einem Freitag-Nachmittag im August nach Urbino begeben, um Impressionen des Alltags mit der Kamera einzufangen. Einige unserer "People at Urbino"-Fotos gab es auch in MIXAGE zu bestaunen.

Rimini
anlässlich des "13° Festival del Fitness": In Rimini wurde das neue Messezentrum eingeweiht. Die erste Messe am neuen Standort im Norden der Stadt war das "Festival del Fitness". Grund genug, die "Schönen" aufzusuchen, die ihre Freizeit ganz den sportlichen Aktivitäten widmen.
Ob man die Muskelpakete "schön" oder einfach nur "abartig" findet, bleibt jedem selbst überlassen. Letztendlich haben diese Menschen eine Aufgabe gefunden, die sie in irgendeiner Form glücklich macht. So wie manche Menschen eben gerne essen, schlafen oder was auch immer, stemmen diese Freaks die fetten Hantelstangen und messen in jeder Trainingspause ihren Bizeps oder den Umfang der Waden (wieviel Arbeit tatsächlich hinter einem perfekten "durchtrainierten Body" steckt, konnten wir am eigenen Leib miterleben).
Manche der Bodybuilder, die wir in den heissen Sommertagen in Rimini kennengelernt haben, trainieren seit über 15 Jahren täglich mehrere Stunden. Damit nicht genug, denn ohne Eiweißmittel und Fruchsaftkonzentrate bleibt der gewünschte Muskelzuwachs auf der Strecke.
Die Fitness-Branche verzeichnet in Italien jährlich zweistellige Zuwächse. Vermutlich liegt es daran, dass den Menschen immer mehr Freizeit zur Verfügung steht und mit einem "perfekten" Erscheinungsbild kommt Man(n) vielleicht doch schneller an die geilen Schnecken...;-)!
Mehr "People at Rimini"-Fotos gab es ebenfalls in der Print-Augsabe von MIXAGE.

Milano
anlässlich "Versace Men`s Collection" Spring / Summer: "Ciao Minimalismus" lautet der Insider-Slogan der farbenfrohen und turbulenten Mailänder Fashion-Shows.
Das komplexe Leben findet ihren modischen Niederschlag in den rasanten Stilmixen. Ob Discoglam, Retro-Style oder der urbane Hippie-Look, die lautstarke Message ist der Ausdruck individueller Persönlichkeit.
Um Prada, Jil Sander und Boss ist es ruhig geworden. Es dominieren Versace, Cavalli, Dolce & Gabbana und Armani.
Alle Catwalks und Shows zu besuchen ist schon rein zeitlich gar nicht möglich, denn an einem einzigen langen Nachmittag finden bis zu 13 Shows von "wichtigen" Designern statt.
Man pickt sich also über den Zeitraum der fünf Tage die Rosinen raus (z.B. Versace, Roberto Cavalli, Dolce & Gabbana, Armani, Versus, Vivienne Westwood, Gianfranco Ferré, Miu Miu, Paul Smith, Alessandro dell´Acqua, Rocco Barocco, Sergio Rossi, Prada, Etro) und lässt sich einfach nur inspirieren von einem Leben, das mit der Realität nicht viel zu tun hat.
In Milano ist während der Veranstaltungen "jeder" wichtig, der eine dieser begehrten Eintrittskarten in der Hand hält. Auch wenn man zu Beginn solcher Tage immer wieder auf`s Neue schockiert ist, so spielt man spätestens nach zwei Tagen auch auf dieser Tastatur wie ein Profi aus einer anderen Galaxis.
Wer die Shows von Dolce & Gabbana, Versace und Cavalli besucht, ist eigentlich grundliegend informiert, denn das sind nun mal die unschlagbaren Fashion-Protagonisten unserer Zeit.
Die Bilder von Manfred Segerer in MIXAGE zeigten "People at Versace", vor und nach der Fashion-Show in Milano (auch Fotos von der Show in der Via Malipiero).

Pesaro
Coole Fashion-Parties in einer warmen Sommernacht: Eigentlich sind wir keine Party-Freaks, denn in Pesaro und Umgebung starten solche Events häufig erst in den frühen Morgenstunden. Wenn der große Meister "Silvano Martinotti" seine Freunde ruft, dann sollte man besser nicht "nein" sagen, denn man könnte wahrlich etwas versäumen!
Unsere Tour begann in der "Ville delle Rose", einer prachtvollen Discothek mit großzügigem Freigelände. Dort gab`s eine Modenschau, die uns weniger interessierte, denn unter den geladenen Gästen waren bildhübsche Models, die wesentlich interessanter waren, als die Mädels, die auf der runden Tanzfläche hin- und herschlenderten und die Mode einer unbekannten italienischen Designerin präsentierten.
Zwei Stunden später fuhren wir ins "Pascia" (in der benachbarten Emiglia Romana), wo unter dem Motto `defilee di moda` eine weitere Fashion-Attraktion geboten war. Als wir nach dem "Pascia" noch ins "Miu Miu" (in der Provincia di Pesaro) düsten, hatte sich die Zahl der weiblichen Gäste bereits verdoppelt. Inzwischen waren wir dem Sonnenaufgang (über dem Meer) bereits nah, die Menschen im "Miu Miu" hatten kurzerhand fast ausnahmslos Gucci-Sonnenbrillen aufgesetzt und feierten bis 10 Uhr morgens munter weiter zu genialem House-Sound der italienischen Elite-D.J.`s `Stefano Noferini` und `Ralf` (letztgenannter war auch D.J. bei der diesjährigen Fashion-Party von Roberto Cavalli in Milano).
Nachdem wir uns von einigen Babes verabschiedet hatten (die genialsten Frauen behielten wir natürlich bei uns), fuhren wir noch in das Retro-Kloster von Silvano Martinotti und feierten dort bis in die frühen Nachmittagsstunden.
Müde und erschöpft gingen wir zur Ruh ;-). Im Nachhinein war es eine unvergessliche Nacht; fast wie ein Traum, den man sich täglich erneut herbeisehnt. Mehr zum Thema "Babes at Pesaro" findet ihr auch in der Model-Galerien unter www.mixage-magazin.de (sucht mit Eurer rollenden Maus einfach nach den zweibeinigen Mäusen).