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Interviews und Statements
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Auszug aus MIXAGE, Ausgabe 71, 6/2003 - „Backstage – meine eigene Reise!“
Die besten Arbeiten sind fast immer eine Zwangsehe von brillanter Technik und Anwesendsein. Zufall ist das A und O der Fotografie. Man kann Stunden damit verbringen, auf den richtigen Moment zu lauern, und er kommt nicht; und dann entdeckt man, dass Aufnahmen, die man einfach so knipste während man wartend herumhing, von einer Spontaneität sind, die kein noch so sorgfältig gestaltetes Bild aufweist. Die Regel Nummer eins lautet: Aussuchen kann man den richtigen Moment nie, man kann nur darüber stolpern und hoffen, dass man gerade den Finger auf dem Auslöser hat.

Ebenso wie man „den richtigen Moment“ für das Bild nicht aussuchen kann, sieht es mit dem Erfolg aus. Man kann nichts erzwingen! Der Autor Douglas Kennedy beschreibt es treffend, in einem seiner Bücher: „Man sollte vorweg eine der großen Wahrheiten des Lebens kapieren: Die Leute wollen Dich nur haben, wenn Du „heiß“ bist! Für den Kerl, der sich abstrampelt, hat unsere Gesellschaft nur Verachtung übrig. Es ist ein Niemand, ein Versager, nur weil er verzweifelt versucht, beispielsweise einen Verleger, einen Redakteur, einen Produzenten oder Agenten zu überzeugen.

Dass auch in ihm etwas steckt, wenn er es nur beweisen dürfte, steht nicht zur Debatte. Natürlich will ihm niemand diese Chance geben. Warum sollte man einem Typen, der aus dem Nichts kommt, denn helfen? Selbst wenn man ihn für talentiert hält, hat man in der Regel eine Heidenangst davor, dem eigenen Urteilsvermögen zu vertrauen und einen unbekannten zu fördern. Und so bleibt der Niemand ein Niemand, bis der blinde Zufall eingreift, die Tür aufgeht, das Licht hereinbricht und er im Glanz des beruflichen Erfolges erstrahlt. Auf einmal ist das Glückskind ein großes Talent. Nun beantwortet jeder seine Anrufe, und jeder ruft ihn an. Schließlich schwebt der Heiligenschein des Erfolgs über ihm!“

„Der Platz an der Sonne“ ist in der Realität eine ziemlich einsame Gegend - manchmal gleicht er einem Schlachtfeld. Es gibt die Wölfe, und es gibt die Schafe – und Schafe werden bekanntlich gerissen!
Auszug aus MIXAGE, Ausgabe 64, 7/2004 - fashion-pictures around the world
„Den Fotografen, die für den wöchentlichen Fleischer-Prospekt von Aldi, Netto, Lidl, Real, Globus oder Maxus Schweinswürstel ablichten, ist durchaus bewusst, dass sie nicht um den Erdball jetten mit ihren Kameras und auch nicht reich werden mit ihrem Job. Es gehört ein wenig mehr dazu, als ein professionelles Foto-Equipment, wenn man in der Profi-Liga mitspielen möchte. Das ist ähnlich wie beim Fußball: Manche spielen ihr ganzes Leben lang und verdienen trotzdem nie Geld mit dem geliebten Ballsport!

Entgegen den Behauptungen einiger Medien war ich nie als Fotograf beim GLOBE oder OSCAR, lediglich bei Preisverleihungen wie BAMBI, GOLDENE KAMERA, GOLDES KABEL, ADOLF GRIMME PREIS, BRAVO OTTO und den NRG AWARDS in Cannes. Einige Jahre stand ich vor diesem roten Teppich in Südfrankreich - bei den Filmfestspielen und der legendären MIDEM.

Die Organisatoren vom LAUREUS SPORTS AWARD haben mich in den vergangenen Jahren mehrmals nach Monte Carlo und zu anderen Veranstaltungen eingeladen, aber mir fehlt heute leider die Zeit, um solche VIP-Veranstaltungen zu besuchen.“

Auszug aus einem Gespräch mit Marketing-Experten, 5/2004 - Informationsbedarf bei vielen Speditionen!
„Ich behaupte als wachsamer Fotograf an dieser Stelle, dass die genialste Werbung immer noch beschriftete Lastwagen sind. Vor allem für Speditionen bieten diese rollenden Litfasssäulen die genialste Werbemöglichkeit die es gibt – denn der Betrachter kann nicht einfach wegschalten wie beim Fernsehen... der Truck fährt vor uns, egal ob uns das gegenwärtig interessiert oder nicht. Vor allem große Speditionen wie Fercam, Arcese, Graselli, Willi Betz, Hoyer, Fendler, Gartner, Stadler, Berger, Dachser, LKW Augustin, Lugmair oder Horst Pöppel setzen diese Präsenz hervorragend um. Ein Unternehmen, dass beispielsweise 200 oder mehr ziehende Einheiten einsetzt, ist auf unseren Straßen allgegenwärtig.

Einige der großen Speditionen, die für über 30 Millionen Euro einen Fuhrpark besitzen, haben aber immer noch einen Web-Auftritt, der wahrlich abenteuerlich ist. Da gibt es Unternehmen im Transportgewerbe, die ihre Homepage vermutlich aus Kostengründen vom kleinen Bruder der Sekretärin für 150 Euro erstellen lassen – weil sie es nicht für notwendig halten, ein professionelles Online-Angebot zu realisieren, dass schnell und unproblematisch über sämtliche Suchmaschinen gefunden wird. Merke: Beschrifteter LKW + Online-Angebot = wertvoller Synergie-Effekt!

So eine Homepage ist heute mehr als nur eine Visitenkarte. Die muss unter allen Umständen informativ und gut gemacht sein - sie muss förmlich „rausleuchten“! Auf so eine Page gehört auch eine umfangreiche Bildergalerie und eine ausführliche Historie. So ein professioneller Web-Auftritt kostet unter Umständen einen fünfstelligen Euro-Betrag, aber ist jahrelang ohne Veränderung im Netz jederzeit verfügbar, weil so eine Page optimal programmiert ist und über alle nötigen Details verfügt.

Das Grauen hat einen Namen: Umzugsfirmen! Da gibt es so viele katastrophale Websites, dass man sich wundern muss, wie ein Kunde seine hochwertigen Möbel so einem Unternehmen anvertrauen kann. Wenn dieses Mobiliar im Anschluss annähernd so aussieht, wie die Homepage des Möbelspediteurs, dann können sie ihre wertvolle, geerbte Vitrine gleich aus dem Fenster werfen.

Mit meiner Crew erstelle ich künftig speziell für Speditionen und das Transportgewerbe professionelle Web-Angebote. Es gibt drei Bereiche von Online-Angeboten, die wir anbieten:

BASIC ist für kleine Transporteure und kostet 555 Euro (netto). BASIC bietet alle notwendigen Infos und maximal 12 Bilder in einer Galerie.
Das Angebot IMAGE kostet 4.444 Euro (netto) und verfügt über umfangreiche Fotogalerien (u.a. Flash-Animation), ebenso über zahlreiche Informationen rund ums Unternehmen. Die Krönung ist das Web-Angebot PRESTIGE – das liegt bei 8.888 Euro (netto) und ist so umfangreich, dass der Betrachter sicher jederzeit gerne wieder auf dieses Angebot zurückgreift. Meine letzte PRESTIGE-Site (retro76.de) erreichte eine Medienpräsenz, die man unter keinen Umständen für einen derartigen Betrag erlangt hätte.

Ich habe Websites im Netz, die werden auch nach drei Jahren noch von über 30.000 Besuchern im Monat besucht – und das ist die allerbeste und langfristig günstigste Werbung die es gibt. Und genau aus diesem Grund sollte man bei einer Homepage nicht an der falschen Seite sparen.“
Weitere Infos für interessierte Speditionen: info@manfred-segerer.de

Auszug aus www.p-force.com, 6/2004 - Der Pesarese
Der internationale Durchbruch gelang dem deutschen Berufsfotografen Manfred Segerer Mitte der 90er Jahre, als seine ausdrucksstarken Mode- & Model-Fotos in Hochglanz-Magazinen rund um den Globus veröffentlicht wurden. Während der Fashion-Shows in Paris, London, Mailand, Florenz und New York ist er mit seinen Nikon-Kameras stets vor Ort (auch bei den legendären Catwalks von Versace und Versus). Die Einwohner seiner italienischen Wahl-Heimat Pesaro nennen ihn schlicht „Protagonist“ (also Vorreiter / Leithammel / Szene-Guru) und die landesweite italienische Tageszeitung „il Resto del Carlino“ bezeichnet sein Magazin Mixage als „la rivista di moda numero uno in Germania“ (das beste Modemagazin in Deutschland). http://www.pesaro.de.vu

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Meine Fotos & die italienische Presse!

Es liegt bereits einige Monate zurück, als ich von der Kölnmesse und dem Photoindustrie-Verband zu einer Pressekonferenz nach Köln eingeladen wurde. Nichtsahnend, was mich dort im Detail erwartet, lauschte ich in den frühen Vormittagsstunden interessiert den Worten von Oliver P. Kurt, dem Oberhaupt der Messe. Auf den Sitzplätzen ringsum, befanden sich internationale (fotointeressierte) Journalisten, darunter einige Italiener. Gegen Ende der Konferenz tauschten wir Visitenkarten und Magazine aus ... und als ich wenige Stunden später in München gelandet war, hatte ich bereits die erste (SMS) Einladung aus Italien erhalten. Das Fachblatt TUTTO DIGITALE aus Rom bat mich um ein ausführliches Interview und eine dazu begleitende Fotostrecke.

Am nächsten Morgen erreichte mich am Telefon ein mir bis dahin unbekannter Herr aus Triest (Bella Italia), namens Alessio Curto, vom Fotomagazin JULIET. Ihm wurde die mixage durch einen Kollegen zugespielt. Der sympathische und kunstinteressierte Zeitgenosse erzählte mir in Kurzform von einigen Starfotografen, die in der Hafenstadt Triest bereits ihre Bilder in einer Ausstellungen zeigten. Er umschrieb lebensnah seine Begegnungen mit HELMUT NEWTON, OLIVERO TOSCANI, ROY STUART und dem Künstler PHILIPPE STARCK.

 

Und nun fragte mich dieser (in Anführungszeichen) „Fremde“ am Telefon, ob ich nicht Interesse hätte, meine Aufnahmen in Triest zu zeigen. Er könnte es jederzeit so arrangieren, dass die Ausstellung Triestéfotografia (bei der insgesamt 28 Profifotografen aus aller Welt teilnehmen) mit meinen Bildern eröffnet wird. Des weiteren wäre diese Aktion für mich von Vorteil, da zur Ausstellungseröffnung neben internationalen Zeitungen und Fachmagazinen auch diverse TV- und Rundfunksender über das Spektakel berichten. Spontan wie ich bin, erteilte ich kurzum eine Zusage, ohne vorher meinen Terminplan zu checken (denn eigentlich standen hochdotierte Fotoproduktionen auf Kuba und einer griechischen Insel auf meinem Reiseplan). Minuten nach diesem Telefonat war ich erst mal entsetzt, denn ich hatte mit dem mir angeborenen Mundwerk, soeben den eigenen Schatten überholt. Selbstverständlich habe ich die Ausstellung dann durchgezogen ... und im Nachhinein muss ich zugeben, dass es eine kluge Entscheidung war, nach Triest zu reisen.

 

Bei der Ausstellungseröffnung in den Räumlichkeiten von SVILUPPO ITALIA (etwa vergleichbar mit der deutschen IHK) waren so viele Presseleute gekommen, als wäre ich der einzig (noch lebende) zeitgenössische Fotograf aus Deutschland – und so ähnlich wurde ich auch präsentiert auf dieser Veranstaltung. Ich war etwas irritiert, denn eine derartige Situation war mir gänzlich fremd (in meiner Heimatstadt Regensburg interessiert sich nämlich niemand für meine Bilder).
Neben RAI-Radio kamen TV-Sender, sowie eine gewaltige Horde von Print-Journalisten, die sichtlich angetan waren, von dieser Ausstellung. Die Eröffnung selbst begann mit einer Rede verschiedener Kunst-Professoren, Sponsoren und dem Veranstalter Alessio Curto. Im Anschluss wurde mir das Mikrofon in die Hand gedrückt und die wissbegierigen Presseleute befragten mich und waren begeistert, von meiner (vermutlich) lustigen Interpretation in italienischer Landessprache.

 

Die Tage nach der Ausstellungseröffnung (ich war knapp eine Woche vor Ort) umgab mich ein bis dato unbekanntes Glücksgefühl. Jeden Morgen kam Alessio in meine Herberge und brachte mir die neuesten Tageszeitungen, die über meine Bilder und die Ausstellung berichtet haben. Ich konnte es kaum fassen, denn was da geschrieben stand, hatte so viel Herzlichkeit und vermittelte mir ein Gefühl, das ich von der deutschen Presse bislang nicht zu spüren bekam. Ich fühlte mich geschmeichelt, denn meine 34 Exponate hatten durchwegs positiven Eindruck bei den Journalisten und beim Fußvolk hinterlassen. Da standen Zeilen wie „...zählt zu den bedeutendsten Photokünstlern unserer Zeit“, „...das Wunderkind der deutschen Photoszene“, „...hat die visuelle Wahrnehmung der Wirklichkeit eingefangen“, „...ein Klassiker der Dokumentarphotographie“, „...ein Höhepunkt der zeitgenössischen Photokunst“, „...seine Bilder sind so befremdlich wie faszinierend“, „...von erstaunlicher Klarheit“ oder „...er findet das Ungewöhnliche im Gewöhnlichen“.

 

Bei derartigen Lobeshymnen ist es wohl gut nachvollziehbar, dass ich für ein paar Tage in einem völlig anderen Zustand war und durch einen fremden Kosmos schwebte (völlig nüchtern wohlgemerkt). Es war ein wahrlich wunderbares Gefühl, so respektvoll behandelt zu werden.

 

Am Tag meiner Abreise erhielt ich noch eine Einladung zur Teilnahme an einer Ausstellung für 2007 (nach Slowenien), die ich selbstverständlich sofort angenommen habe. Was mich dort erwartet, wird mit Sicherheit wieder spannend – denn DER FREMDE Alessio und seine Familie zählen inzwischen zu meinen Freunden – und Triest zu einer von meinen neuen Lieblingsstädten.

 

THANX TO: RAI; la Repubblica; il Resto del Carlino; il Messaggero; Corriere Adriatico; Spazio Italia; Tutto Digitale; il Mercatino; Trieste Arte & Cultura; in Città; il Piccolo; Zeno; Vita Nuova; NTWK; il FRIULI; Vita Nuova; Juliet; Primorski dnevnik.

Mein privater Dank geht abschließend an meine deutschen Freunde, die extra nach Triest gereist sind, um mich mental zu unterstützen; allen voran meinem langjährigen Freund Nebo (der die Logistik der großformatigen Bilder erstklassig gelöst hat), sowie Christiane und Josef (... wer zu spät zur Ausstellung kommt, landet im lupenreinen Guesthouse von Abdul Salam!).