Architektur


Neben dem Centre Pompidou in Paris finden sich auch Beispiele in Österreich, bei denen die technischen Einrichtungen zu gestalterischen Elementen wurden. Im Eingangsfoyer des Landesstudio Steiermark (Österreichischer Rundfunk) gestaltete Gustav Peichl dicke Abzugrohre aus poliertem Aluminium zu Säulen.

Auch die Filiale der Zentralsparkasse von Günther Domenig wirkt sehr technisch, da die Leitungen offen gelegt sind. Deutschlands 70er-Jahr-Stadt heißt München, dank der Olypmia-Anlage und der BMW-Hauptverwaltung. Ein absolutes Favorite-Building in München war das Schwabylon. Ein “funkiges” Pop-Architektur-Objekt in Form eines Maya-Tempels mit der Farbgebung einer “Nimm2”-Tüte, das jeden Pop-Philosophen erfreute. Es wurde oftmals als architektonischer Unfall bezeichnet, für das sich in den 70er Jahren in München nur wenig lebens bejahende Mieter finden ließen (es wurde nach kurzer Blüte wieder abgerissen). Die Politiker der Stadt München bezeichneten das Schwabylon als “bauliche Beleidigung des Stadtbildes”! Im Schwabylon befanden sich Wohnungen, ein Einkaufszentrum, eine Diskothek und viele andere interessante Einrichtungen.

Noch futuristischer waren andere (unausgeführte) Projekte: Japanische Architekten und der Meeresforscher Jacques Cousteau planten Städte im Meer. Der Italo-Amerikaner Paolo Soleri träumte gar von einer Stadt in der Wüste.

Buckminster Fuller hatte über eine Glaskuppel für Manhattan nachgedacht, die den Smog fernhalten und ein günstiges Klima schaffen sollte.
Thomas Shannon reichte auch das nicht: er entwarf Luft-Inseln, die in der Atmosphäre schweben sollten. Darauf hätten sich die Menschen zur Erholung zurückziehen können.