Bevor wir mit den Airlines beginnen, wollen wir ein paar Daten der 70er Jahre Luftfahrt festhalten: 1972 fand der Jungfernflug des Airbus A 300 statt. 1976 nahm die Concorde Liniendienst auf. Das Überschallflugzeug Concorde, das mit 2.200 km/h um den Erdball rast, ist ein 100-Sitzer, der pro Flugstunde 25 Tonnen Kerosin verbraucht. Das ist viermal soviel wie ein Airbus mit 265 Sitzen. Ein Flug über den Atlantik mit der Concorde kostet bereits in den 70ern dreimal soviel wie mit dem Jumbo. Die Concorde ist zu teuer, macht dabei aber eine extrem gute Figur. Neben British Airways hat auch Air France ein paar Concorde gekauft. In Deutschland darf das Edelteil aus verschiedenen Gründen weder starten noch landen! Natürlich gab es die Lufthansa und es gab auch Condor (damals waren die 737 von Condor noch nicht lackiert, sondern ganz edel silber. Das war wesentlich kostengünstiger für die Airline, denn die Teile waren einfach unlackiert; einen Jet zu lackieren kostet ein kleines Vermögen).
Eine deutsche Airline aus Frankfurt am Main war besonders erfolgreich: die Germanair! Die Germainair war 1975 mit einer Flug-Sitzplatzkapazität von 950 Plätzen die größte privatwirtschaftliche Fluggesellschaft in der Bundesrepublik. Seit 1964 flogen die Maschinen für namhafte Reiseveranstalter in den Süden. Die Flotte umfasste zu guten Zeiten 9 Jets; Vier Maschinen des Typs Super BAC 1-11/500, vier Fokker F 28 und ein Airbus A 300. Das Unternehmen beschäftigte 48 Kapitäne, 50 Co-Piloten und 130 Flugbegleiter. Eine Mannschaft äußerst qualifizierter Techniker sorgte in einer eigenen Wartungshalle in Frankfurt für die Sicherheit der geilen Flieger mit den orangefarbenen Sitzen. Germanair ist seit Anfang der 80er Jahre nicht mehr auf dem Markt, aber beschäftigte 1976 noch 470 Angestellte.
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